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Digitaler Zoom

Ein digitaler Zoom gehört bei nahezu jeder Handy-Kamera zum Standard und ermöglicht es, weiter entfernte Motive deutlich prominenter im Bildausschnitt zu platzieren. Um mit einem Digitalzoom gute Ergebnisse zu erzielen, müssen einige wichtige Aspekte berücksichtigt werden, da es sich bei der Technologie um ein mathematisches Verfahren handelt. Steht der Digitalzoom auf Null, wird die gesamte Bildsensorfläche mit der größtmöglichen Auflösung genutzt und alle Bildpunkte gespeichert. Eine Million Bildpunkte entsprechen einem Megapixel. Sobald der Zoom zum Einsatz kommt, verändern sich diese Vorgaben.

Je näher das Motiv herangeholt wird, desto kleiner wird die verwendete Fläche des Bildsensors, mit der Folge, dass sich die Anzahl der Bildpunkte verringert. Die Qualität des Fotos lässt sichtbar nach, es kommt zum sogenannten Bildrauschen mit unscharfen Kanten sowie zu einer Körnung in Form von Pixeln. Dieser Effekt entsteht durch die Interpolation, bei der fehlende Bildpunkte anhand von Nachbarpixeln schlicht mathematisch hochgerechnet werden.

Die Bildqualität wird gesteigert, wenn ein digitaler Zoom mit der notwendigen Sorgfalt eingesetzt wird, da immer noch die Möglichkeit besteht, Ausschnitte mit entsprechender Software nachträglich am PC zu bearbeiten. Wer mit dem Handy insgesamt etwas anspruchsvoller fotografieren möchte, sollte sich nicht nur auf den von den Herstellern angegebenen Zoomfaktor sowie die Auflösung in Megapixel konzentrieren, sondern auch die Größe des verwendeten Bildsensors berücksichtigen. Ein weiteres Kriterium ist die Qualität des verwendeten Objektivs, das nicht vernachlässigt werden darf, auch wenn der Preis für das gewünschte Smartphone am Ende etwas höher ausfällt.