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FR (Full Rate)

Die Einführung der digitalen Telefonie bringt es mit sich, dass Verfahren wie Full Rate (FR) entwickelt worden sind, um Sprache zu komprimieren. In diesem Zusammenhang kommt der Begriff Codec ins Spiel, der sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Begriffe Coder und Decoder zusammensetzen lässt. Sprache muss demnach in digitale Signale umgewandelt und beim Empfänger wieder decodiert werden, um überhaupt mobil telefonieren zu können. Als optimal für die Sprachqualität hat sich eine Übertragungsrate von 64 kBit/s herausgestellt, wie sie etwa bei dem älteren ISDN-Netz zur Verfügung steht. Im Vergleich dazu stehen im GSM-Netz (Global System for Mobile Communications) lediglich 13 kBit/s zur Verwendung bereit. Komprimierungsverfahren wie die Full Rate sind daher notwendig, um die begrenzten Bandbreiten nicht über Gebühr zu belasten.

Als erster Sprach-Codec wird die sogenannte Half Rate verwendet, für das GSM-Netz selbst jedoch mit einem unbefriedigenden Ergebnis: Vielen wird die Situation bekannt sein, dass der Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung kaum zu verstehen ist. Rauschen und das Verzerren oder Abschneiden einzelner Wörter und sogar ganzer Sätze sind typische Begleiterscheinungen. Die Ursache für den Qualitätsverlust liegt vor allem daran, dass eben nur die halbe Bandbreite genutzt wird. Grund genug für die Netzbetreiber, einen neuen Codec zu entwickeln: die Full Rate. Der veränderte Codec der Full Rate führt zu einer deutlich verbesserten Übertragungsqualität bei voller Bandbreite. Die Half Rate kommt im GSM-Netz, wenn überhaupt, nur noch zum Einsatz, wenn dieses in Extremfällen regional überlastet ist, wie etwa an Silvester um kurz nach Mitternacht.

Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist, dass es für den Full Rate-Codec einen Nachfolger gibt, der als Enhanced Full Rate (EFR) bezeichnet wird. Bei diesem Verfahren ist der Algorithmus verändert und verbessert worden, mit der Folge, dass sich die Sprachqualität nochmals gesteigert hat. Für die neuen Mobilfunk-Standards UMTS und LTE existieren wiederum eigens entwickelte Codecs.