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Gestensteuerung

Die Gestensteuerung ermöglicht das Bedienen eines Gerätes mithilfe von Handbewegungen. Sie ersetzt das Steuern über Tasten oder Touch-Befehle. Eine Kamera oder ein Sensor erkennt die Gesten des Benutzers und interpretiert die beabsichtigten Befehle. Etabliert sind Erweiterungen für Spielekonsolen, die über eine Kamera bewegungsabhängige Spiele unterstützen. Daneben setzen die Hersteller vermehrt in den Fernseher- und Smartphone-Branchen auf das Bedienen des Gerätes mithilfe von Handgesten. Erste Versuche, Handys bewegungsabhängig zu steuern, bleiben zunächst ohne großen Erfolg. Im Frühjahr 2013 sorgt Samsung mit dem Galaxy S4 für Aufsehen. Die Gestensteuerung namens „Air Gesture” bietet eine ausgereifte und praxistaugliche Lösung.

Das Steuern durch Gesten erweitert und erleichtert das Bedienen des Smartphones

Smartphones mit Gestensteuerung erweitern die Bedienmöglichkeiten des Gerätes neben dem herkömmlichen Touchscreen um eine zusätzliche Dimension. Der Smartphone-Besitzer blättert mit wischenden Bewegungen der Hand im Menü oder in der Galerie, ohne das Mobiltelefon zu berühren. Mittels anderer Gesten nimmt er Gespräche entgegen, scrollt durch Webseiten und verschiebt Icons auf dem Startbildschirm. Der Vorteil des Steuerns durch Gesten ist das intuitive, einfache Bedienen. Zudem reduziert es das Berühren des Touchscreens. Die durch das Scrollen mit dem Finger bedingten Verschmutzungen auf dem Display bleiben aus.

Die Gestensteuerung arbeitet kameragestützt. Eine oder mehrere Kameras beobachten den Benutzer und erstellen Bilder. Sie dienen als Grundlage, um die beabsichtigten Gesten zu erkennen. Die kamerabasierte Bewegungserkennung arbeitet entweder mit einer Datenbank oder mit echter Skelettidentifizierung. Die Datenbank enthält zahlreiche gespeicherte Gesten. Eine Software gleicht die Datenbank mit den aufgenommenen Bewegungen ab. Die echte Skeletterkennung erkennt auf den aufgezeichneten Bildern der Kamera die Position der Finger. Sie interpretiert die Gesten über ein vereinfachtes Skelettmodell. Letztgenannte Alternative ist präziser, aber technisch schwieriger zu realisieren.

Eine Gestensteuerung gehört bei ausgewählten Mobiltelefonen zum standardmäßigen Funktionsumfang. Mit Hand und Fingern zu steuernde Modelle sind rar. Ältere Mobiltelefone unterstützen das innovative Bedienen der Geräte nicht. Für Smartphones ohne Gestensteuerung stehen in den Applikationsstores der Hersteller ergänzende Anwendungen zum Download bereit. Die Root-Apps ändern das Bedienkonzept des Mobiltelefons und erweitern es um Gesten zur Steuerung.