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Grundgebühr

Die Grundgebühr ist ein Entgelt, das unabhängig von der Nutzung oder dem Verbrauch von Mobilfunk-Produkten entsteht. Grundgebühren bei Mobilfunk-Verträgen fallen in der Regel monatlich an und sind somit Bestandteil der Fixkosten. Demgegenüber stehen die Nutzungsgebühren, die erst mit der Inanspruchnahme eines Produktes oder Dienstleistung entstehen. Beide Gebührenarten ergeben den Gesamtbetrag. Der Mobilfunk-Anbieter weist sie detailliert in der Rechnung aus. Nicht zur Grundgebühr gehören einmalig zu zahlende Entgelte wie Anschluss- oder Set-up-Gebühren. Diese fallen unmittelbar nach Abschluss des Vertrags an und stellen einen Bestandteil der ersten Mobilfunk-Rechnung dar.

Grundgebühr und Nutzungsentgelte sind Teil der Preispolitik eines Mobilfunk-Anbieters. Deren Höhe richtet sich nach den Gesamtkosten für ein Mobilfunk-Produkt. Daher beinhalten Mobilfunk-Verträge mit einer hohen Grundgebühr in der Regel günstige Minutentarife für Telefonate oder das Versenden von SMS. Im Gegensatz dazu stehen die Prepaid-Angebote , die keine Grundgebühr, sondern ein höheres Nutzungsentgelt aufweisen. Darüber hinaus stellen Grundgebühren eine Option in Mobilfunk-Verträgen dar, die einen vergünstigten Bezug bestimmter Produkte oder Dienstleistungen gewähren.

Beide Vertragsarten sprechen unterschiedliche Zielgruppen an. Mobilfunk-Verträge ohne oder mit niedriger Grundgebühr eignen sich aufgrund der höheren Nutzungsentgelte vorrangig für Wenig- oder Gelegenheitsnutzer. Vielnutzer profitieren hingegen von einer hohen Grundgebühr bei weitaus günstigeren Tarifen. Der Mobilfunk-Kunde prüft vor dem Abschluss eines Mobilfunk-Vertrages den eigenen Bedarf. Viele Mobilfunk-Anbieter binden ihre Kunden für 12 oder 24 Monate an den Vertrag. Der Kunde zahlt während der gesamten Vertragslaufzeit die Grundgebühr. Sie hängt nicht davon ab, wie häufig und in welcher Art er sein Handy nutzt.

Verwandt mit der Grundgebühr sind die als Flatrates bekannten Pauschaltarife. Sie ermöglichen die unbegrenzte Nutzung eines Mobilfunk-Produktes, der Kunde zahlt einen Festpreis. Flatrates gibt es für Telefonate in andere Mobilfunk-Netze, das Festnetz und als Internet- oder DSL-Flat. Sie eignen sich insbesondere für Vielnutzer. Ihr großer Vorteil liegt in der vereinfachten Abrechnung. Flatrates sind oftmals an ein bestimmtes Datenvolumen oder eine maximale Anzahl an Gesprächseinheiten gebunden. Einen darüber hinausgehenden Verbrauch berechnet das Mobilfunk-Unternehmen dem Kunden. Es weist die zusätzlichen Gebühren separat in der Rechnung aus.