×
Um Ihnen ein bestmögliches Shopping-Erlebnis bieten zu können, verwendet Tchibo Cookies. Mit der Nutzung unserer Webseite stimmen Sie der Speicherung von Cookies zu. Mehr erfahren
Schließen

Memory-Effekt

Das kabellose Handling von elektrischen Geräten wäre heutzutage ohne eine angemessene Akkutechnik nicht vorstellbar. Um dem steigenden Energiebedarf Schritt halten zu können, war auch hier ein hohes Maß an Forschungs- und Entwicklungsarbeit notwendig. Doch hat jeder Akku seine Grenzen, welche manches Mal schneller erreicht sind, als dies eigentlich zu erwarten gewesen wäre.

Was ist der Memory-Effekt?

Ältere NiCd-Akkus sowie NiMH-Akkus älterer Baureihe leiden in der Regel unter dieser Problematik. Auslöser ist das zu frühzeitige Aufladen der vorgenannten Akkus. Wird der NiCd-Akku beziehungsweise der NiMH-Akku an das Ladegerät oder die Ladestation gehängt, obwohl dieser nur zum Teil entladen wurde, so kommt es zu einem sogenannten Memory Effekt. Der Akku verliert von diesem Zeitpunkt an die Fähigkeit, sein komplettes Speichervolumen für eine volle Energiebetankung zu nutzen. Wurde der Akku in einem nicht gänzlich entladenen Zustand an das Ladegerät angeschlossen, stoppt die Ladefähigkeit bei dem jeweiligen Volumen, bei welchem dieser ursprünglich angesteckt wurde. In diesem Zusammenhang verliert der Akku somit wichtige Speicherressourcen. Dennoch betrifft dies nur die vorgenannten Akku-Varianten. Dies beschränkt sich zudem auf die älteren Baureihen dieser Energiespeicher. Die heute erhältlichen Nachfolgermodelle sind mit diesem Effekt jedoch nur noch in einem sehr geringen Maße behaftet. Heute spricht man deshalb auch nicht mehr von einem Memory-Effekt, sondern vielmehr von einem Batterieträgheitseffekt.

Wie vermeide ich den Memory-Effekt?

Natürlich spricht nichts gegen einen Einsatz älterer Akkumodelle. Dennoch ist besonders bei den zuvor bereits genannten Akkutypen eine besonders pflegliche sowie schonende Behandlung von größter Bedeutung, um diese noch eine Weile nutzen zu können. Aus diesem Grunde sollte die Entstehung des Memory Effektes von vornherein vermieden werden. Dies ist im Grunde nicht weiter schwierig, da diesem Phänomen bereits eine vollständige Akku-Entladung entgegenwirkt. Erst wenn der Akku komplett entladen ist, darf dieser an das Ladegerät. Mit dieser Maßnahme wird neben einer maximalen Lebensdauer auch die maximale Energiespeicherfähigkeit des Akkus sichergestellt. Anders sieht es in diesem Zusammenhang beim LiPo-Akku aus, dieser ist bereits aufgrund seiner physikalischen Konzeption vor einem Memory Effekt oder einer Batterieträgheit sicher.

Kann ein Memory Effekt rückgängig gemacht werden?

Tatsächlich lässt sich dieser Effekt wieder aufheben. In diesem Zusammenhang muss jedoch dafür gesorgt werden, dass der betreffende Akku einige Male hintereinander komplett entladen und anschließend wieder aufgeladen wurde. Von einer Tiefenentladung mittels Ladegerät sollte Abstand genommen werden, da diese den Akku zerstören kann.