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microUSB

microUSB ist ein einheitlicher Standard für die Stromversorgung und Datenübertragung von Mobiltelefonen. Der Standard ist auf einen Zusammenschluss von 14 Smartphone-Herstellern zurückzuführen und findet seit 2011 Verwendung. microUSB basiert auf der Standardschnittstelle Universal Serial Bus (kurz USB), die Geräte mit Computern verbindet.

Der USB-Standard existiert seit 1996. Der dazugehörige herkömmliche Stecker des Typs A ist für kompakte Geräte wie Handys zu groß. Aus diesem Grund sind die Standards miniUSB und microUSB verfügbar. microUSB ist ein robuster, kleiner Stecker mit Edelstahlummantelung. Es sind drei Versionen erhältlich: micro-A, micro-AB- und micro-B. Micro-A-Stecker sind für die Host-, micro-B-Stecker für die Geräteseite ausgelegt. Micro-AB-Verbindungen unterstützen On-the-Go (kurz OTG). OTG steht für den Austausch von Daten zwischen zwei Geräten, ohne einen PC oder Notebook zu benötigen.

microUSB als einheitlicher Standard für Smartphone-Ladegeräte

Bis 2009 nutzen sämtliche Hersteller eigene Schnittstellen für die Stromversorgung der Smartphones. Die Folge sind zahlreiche unterschiedliche Ladegeräte mit teilweise hohen Preisen. Deshalb übt die Kommission der Europäischen Union Druck aus. Der zuständige Industriekommissar fordert ein einheitliches Ladegerät. Anderenfalls drohen Zwangsmaßnahmen der EU. Daraufhin schließen sich 14 Hersteller zusammen. Darunter befinden sich Apple, Samsung, Nokia, Sony Ericsson und RIM. Der Zusammenschluss einigt sich auf den gemeinsamen Gebrauch von microUSB. Ziel der Übereinkunft ist es, bis spätestens 2012 ausschließlich Geräte mit microUSB auszuliefern. Neben dem Aufladen unterstützt microUSB die Datenübertragung zwischen Smartphone und PC. Dies erfordert ein Kabel mit einem herkömmlichen USB-A-Stecker am anderen Ende.

Im Februar 2011 folgt die Präsentation des ersten einheitlichen Ladegeräts für Mobiltelefone, das auf microUSB basiert. Als einziges Unternehmen setzt Apple weiterhin auf einen eigenen Steckertyp. Da das Unternehmen Adapter zu microUSB-Anschlüssen anbietet, entspricht es dennoch der EU-Vorgabe. Die Übereinkunft der Smartphone-Hersteller mündet in kein verpflichtendes Gesetz. Sie einigen sich auf eine freiwillige Selbstverpflichtung bis Ende 2012. Nach Ablauf der Verpflichtung ist keine Verlängerung geplant. Deshalb befasst sich die EU-Kommission mit einem Gesetz, das den Einbau genormter Schnittstellen vorschreibt.