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Multislot

Multiplexing via Multislots bezeichnet ein Verfahren in der Datenübertragung, bei dem Übertragungskanäle zusammengefasst bzw. gebündelt werden. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Übertragung kabelgebunden oder kabellos erfolgt. Die Bündelung erfolgt, nachdem das Nutzsignal auf ein Trägermedium aufmoduliert wurde. Multiplex-Verfahren können zeitbezogen, raumbezogen, frequenzbezogen oder codebezogen sein. Die Vorteile sind in jedem Fall eine höhere Übertragungsrate bei größerer Zuverlässigkeit. Bei zeitbezogenen Verfahren werden die einzelnen Signalkomponenten zeitlich ineinander verschachtelt. Außerdem ist es mit Multiplexing möglich, den Aufwand für die Hardware zu senken. Es wird beispielsweise jeweils nur ein Sendemast, eine Anschlussleitung, eine Sendefrequenz benötigt.

Ein Slot (Schlitz) ist beim zeitlichen Multiplexing als Zeitschlitz zu verstehen, der einem bestimmten Sender zur Verfügung steht. Diese Zeitschlitze sind sehr kurz und wechseln schnell. So hat jeder Sender im Ergebnis eine nahezu kontinuierliche Übertragung. Durch den schnellen Wechsel entsteht der Eindruck einer simultanen Übertragung der Daten aller Sender. Die Kombination mehrerer Multiplex-Verfahren kann wie beim General Packet Radio Service (GPRS) zu einer weiteren Steigerung der Übertragungsgeschwindigkeit führen. Alle beteiligten Geräte müssen dabei das verwendete Multiplex-Verfahren unterstützen.

Der entsprechende GSM-Standard definiert zur Festlegung der Leistungsfähigkeit von Endgeräten die Zahl der jeweils möglichen Kanäle im Uplink, Downlink bzw. in beiden Richtungen. Allerdings steigen hier mit der Zahl der verwendeten Slots die nötige Rechenleistung und der Energieverbrauch. In der Praxis werden deshalb von ca. 15 technisch möglichen Slots beispielsweise 4 Slots zum Empfangen und 2 Slots zum Senden verwendet. Das GPRS-Verfahren findet im Mobilfunk kaum noch Anwendung, es ist fast vollständig von schnelleren Verfahren, die größere Bandbreiten nutzen, abgelöst worden.