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Palm OS

Der Organizer oder auch PDA (Personal Digital Assistant) kann als einer der Vorläufer moderner Smartphones und Handhelds angesehen werden. Mit einer Kalender-, Notiz- und Erinnerungsfunktion half er u. a. bei der Organisation von Terminen und Daten. Einer der populärsten Hersteller von Organizern war die Firma Palm, die auch das Betriebssystem für diese Geräte entwickelte.

Palm OS (Operating System) stach durch ein innovatives Feature hervor, die Handschrifterkennung namens Graffiti. Mittels einer speziellen Serie von vereinfachten Buchstaben konnte der Benutzer mit einem Stylus, einer Art Schreibgriffel, auf das berührungsempfindliche Display schreiben. Dieses Display war bei fast allen Geräten schwarz-weiß, erst bei einem der letzten Modelle fand ein 320 x 320 Pixel großes Farbdisplay Verwendung. Das Palm-Betriebssystem entwickelte sich mit der fortschreitenden Funktionalität der Palm PDAs. Bald konnten diese nicht nur Termine speichern, sondern auch MP3-Soundfiles abspielen. Aktuellere Modelle besitzen eine Kamera. In der Version 5, später „Garnet” benannt, konnten all diese Funktionen gehandhabt werden.

Der Live Drive, ein 2005 vorgestellter Palm Organizer, kam als erstes Gerät seiner Art mit einem WLAN-Anschluss. Damit konnte er alles, was aktuelle Smartphones können – nur nicht telefonieren. Zwei Eigenschaften sollten das Palm OS auch für künftige Generationen von Organizern und Smartphones prädestinieren: die Fähigkeit zum Multi-Tasking und der geringe Ressourcenhunger. Die letzte Version, Palm OS 6 mit dem Entwicklungsnamen Cobalt, schaffte es jedoch nie auf den Markt. Sie wurde abgesehen von Prototypen für kein einziges Gerät eingesetzt. Nachfolgeversionen von Palm OS setzen auf dem Open-Source-System Linux auf. Sowohl Palm selbst als auch die Firma Access arbeiten an diesen Weiterentwicklungen, die partiell auch vorangegangene Palm OS-Versionen emulieren können und damit in gewisser Weise eine Abwärtskompatibilität zu älteren Geräten bieten. Damit haben diese Neuentwicklungen zumindest das Potenzial, die Branche in Zukunft zu überraschen.