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Premium Dienst

Premium-Dienste stellen im Mobilfunkbereich Bezahlsysteme für geringe Beträge dar. Der Kunde bezahlt einen Download oder einen genutzten Service. Die Abwicklung erfolgt über das Versenden hochtarifierter Kurznachrichten, sogenannter Premium-SMS. Deren Kosten übersteigen die im gebuchten Tarif festgelegten SMS-Gebühren. Der in Anspruch genommene Dienst begründet die Mehrkosten. Die Bezahlung über Premium-Dienste findet bevorzugt beim Download von Musiktiteln, Wallpapers und Spielen für Handys Verwendung. Kostenpflichtige Flirtservices, Chats sowie Abstimmungen im TV basieren ebenfalls auf dem Abrechnungssystem.

Die Mobilfunkgesellschaften ermöglichen Anbietern von Downloads, Gewinnspielen und weiteren Diensten mit dem Premium-Dienst eine einfache Abrechnung. Interessierte Unternehmen erhalten vom Netzbetreiber eine fünfstellige Kurzwahl. Nutzt ein Kunde ein Angebot des Unternehmens, sendet er an die Kurzwahl eine Textnachricht mit einem Stichwort. Das Stichwort dient der Identifizierung des gewünschten Downloads oder stellt die Antwort auf eine im TV gestellte Frage dar. Die Kosten, welche für die Premium-SMS anfallen, richten sich nach dem Anbieter. Die Gebühren der Premiumdienste beginnen bei 29 Cent und nehmen in Abständen von 10 Cent zu. Der Gesetzgeber gibt keine Obergrenze vor. In der Praxis berechnen Mobilfunkanbieter Höchstpreise bis ungefähr 5 Euro.

Von den Premium-Diensten profitieren alle beteiligten Parteien. Die Anbieter kostenpflichtiger Services umgehen aufwendigere Zahlungswege. Dies kommt dem Kunden gleichermaßen entgegen. Er nutzt sein Mobiltelefon für die Bezahlung. Die Kosten berücksichtigt der Netzbetreiber auf der nächsten Rechnung oder zieht sie vom Prepaid-Guthaben ab. Dadurch gibt der Kunde keine persönlichen Informationen sowie Kontodaten preis. Die Mobilfunkgesellschaft erhält einen festen Prozentsatz an den Mehreinnahmen durch die Premium-Dienste.

Rechtlich gesehen unterbreitet der Kunde mit dem Versenden der Premium-SMS dem Anbieter ein Vertragsangebot. Mit Ausnahme von Abstimmungen kommt der Vertrag durch die Serviceerbringung des Unternehmens zustande. Gesetzliche Vorgaben zum Verbraucherschutz reglementieren das Angebot von Premium-Diensten. Das Telekommunikationsgesetz verpflichtet zur deutlich sichtbaren Angabe des anfallenden Preises in unmittelbarem Zusammenhang zur Rufnummer. Verstößt ein Anbieter gegen die Pflicht, entfällt sein Anspruch auf Bezahlung.