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T9

Die Abkürzung T9 steht für „text on 9 keys”, zu Deutsch „Text auf neun Tasten”. Es handelt sich um ein System zur schnelleren Eingabe von Wörtern auf herkömmlichen Mobiltelefonen. Handys ohne Touchscreen besitzen für die Eingabe eine Tastatur mit zwölf Tasten. Diese umfassen die Ziffern von null bis neun sowie die Stern- und Rautetaste (sogenannte Steuertasten). Neben Telefonnummern ermöglicht der Hersteller die Eingabe von Wörtern. Dazu teilt er das Alphabet auf die Tasten der Ziffern zwei bis neun auf. Jede Taste steht für drei bis vier Buchstaben. So enthält die mit der Ziffer 2 die Buchstaben a, b und c. Um den Buchstaben a einzugeben, drückt der Besitzer die genannte Taste einmal. B erfordert das zweimalige, c das dreimalige Drücken. Das vorgestellte Prinzip nimmt viel Zeit in Anspruch – insbesondere beim Verfassen von Kurznachrichten. Das T9-System reduziert die notwendigen Tastendrucke für die Texteingabe. Dadurch sind SMS-Nachrichten in kürzerer Zeit verfasst.

T9 ist eine Erfindung der US-Amerikaner Cheryl A. Grunbock, Clifford A. Kushler, Martin T. King und Dale Grover. Die Einführung des Systems im Jahr 1998 verantwortet das Unternehmen Tegic Communications. Das Nokia 3210 ist das erste Mobiltelefon mit T9-Unterstützung. T9 basiert auf einem Wörterbuch, das der Benutzer individuell erweitert. Die Eingabe eines Wortes mit T9 erfolgt durch das einmalige Drücken jeder Zahlentaste pro Buchstabe. Die Position des gewünschten Buchstabens auf der Taste ist irrelevant, denn der mehrmalige Tastendruck für einen Buchstaben entfällt bei T9. Je länger die Ziffernfolge, desto geringer ist die Anzahl an möglichen Begriffen. Im Hintergrund arbeitet eine Worterkennungssoftware, die aus den gedrückten Tasten und den dazugehörigen Buchstaben mögliche Wörter identifiziert. Die Software schlägt jeweils das Wort mit der höchsten Verwendungshäufigkeit vor. Über die Steuertaste wechselt der Benutzer zu weiteren passenden Wörtern. Kennt die Software ein Wort nicht, ergänzt der Benutzer das Wörterbuch durch die manuelle Eingabe. Letztere erfolgt dabei nach dem herkömmlichen Prinzip mit mehrmaligem Tastendruck.