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t9-trace

T9-trace ist eine Weiterentwicklung der t9-Texteingabe für Smartphones mit Touch-Display. Die Abkürzung t9 steht für „text on 9 keys”. Der Name geht auf die ursprüngliche Eingabe von Buchstaben auf Handys mit neun Tasten zurück. Moderne Smartphones verfügen anstelle der Tasten über eine virtuelle vollwertige Tastatur. Mit t9-trace gibt der Benutzer Wörter und Texte durch wischende Bewegungen über die Buchstaben ein.

Ältere Mobiltelefone besitzen zwölf Tasten. Auf den Tasten mit den Ziffern zwei bis neun verteilen sich alle Buchstaben des Alphabets. Folglich besitzt jede Taste drei oder vier Buchstaben. Ohne zusätzliche Software drückt der Benutzer für die Eingabe bestimmter Buchstaben eine Taste mehrmals. Mit der ersten Version von t9 – eingeführt 1998 – entfällt das mehrmalige Drücken. Eine Software schlägt passende Wörter vor.

Die Verfügbarkeit herkömmlicher Handys mit Tasten nimmt ab. Stattdessen setzen die Hersteller auf Smartphones, die auf dem Display für jeden Buchstaben eine virtuelle Taste einblenden. Dadurch besteht für t9 in seiner ersten Version keine Verwendung mehr. Zugleich mindert das Antippen jeder einzelnen Taste den Schreibfluss. Das Unternehmen Swype entwickelt eine gleichnamige Eingabemethode für moderne Touchscreens. Swype ermöglicht dem Benutzer die schnellere Eingabe von Texten. Er wischt mit dem Finger oder einem Eingabestift über die Tastatur, ohne die Bewegung zu unterbrechen. Laut Angaben der Entwickler erreicht Swype über 50 Wörter pro Minute.

Das Betriebssystem Bada von Samsung enthält seit der Version 1.2 die Sywpe-Eingabemethode. Der Hersteller nennt die Technologie „t9-trace”. Die Funktion unterstützt 12-Tasten- und QWERTZ-Tastaturen für Touchscreens. Während der Benutzer über das Display wischt, korrigiert t9-trace häufige Rechtschreibfehler. Zugleich entfernt die Software überschüssige Zeichen oder ergänzt fehlende Buchstaben bei Bedarf. Auf Grundlage häufiger Eingaben prognostiziert das System das nächste Wort. Zudem passt t9-trace die Wortfolge an vorherige Verwendungen und die Vorlieben des Anwenders an. Die Software unterstützt die gleichzeitige Eingabe in zwei unterschiedlichen Sprachen. Der Anwender wählt diese aus den für die Texterkennung 70 verfügbaren aus. Er wechselt nahtlos zwischen gezieltem Tippen und der durchgängigen Texteingabe, nutzt also nicht zwingend die Funktion des t9-trace.