Backofen reinigen

Backofen reinigen

Wo gebacken und gekocht wird, bleiben oft Brösel, Fettspritzer und Essensreste zurück. Reinigen Sie Ihren Backofen daher regelmäßig.
Aus dem Ofen duftet es lecker nach Pizza und Sie freuen sich auf die italienische Spezialität. Schon ertönt der Signalton und Sie öffnen die Tür – dann der Schreck: Käse ist durch den Gitterrost getropft und klebt nun angebrannt am Boden. Mit der Aussicht auf eine ordentliche Putzaktion schmeckt das Essen nur noch halb so gut. Ab jetzt genießen Sie sorglos, denn wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Backofen einfach und gründlich sauber machen!

Backofen reinigen ganz einfach:

Pyrolyse und Katalyse

Bevor Sie zu Reinigungsmitteln und Schwamm greifen, werfen Sie zunächst einen Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Backofens und suchen Sie im Stichwortverzeichnis nach den Begriffen Pyrolyse und Katalyse. Ist Ihr Gerät mit einem dieser Selbstreinigungshilfen ausgestattet, können Sie sich entspannt zurücklehnen – denn dann ist die Backofenreinigung viel leichter bzw. wird automatisch erledigt. Bei der Katalyse sorgt eine spezielle Beschichtung im Innenraum dafür, dass Rückstände bei etwa 200 Grad zerfallen und sich einfach wegwischen lassen. Wichtig: Benutzen Sie auf diesen Oberflächen niemals scharfe Scheuer- und Reinigungsmittel sowie harte Schwämme und Bürsten, um die Versiegelung nicht zu beschädigen. Die Pyrolyse verbrennt mit bis zu 500 Grad jeglichen Schmutz zu feiner Asche, die Sie nach dem Abkühlen wegputzen oder -saugen können. Backöfen mit Emaille im Innenraum reinigen sich zwar nicht von selbst, aber an der glasartigen Beschichtung haften Speisereste schlecht und lassen sich so leichter entfernen.

Backofen reinigen mit Natron, Essig, Zitrone & Co.

Gehören Sie nicht zu den glücklichen Besitzern eines selbstreinigenden Backofens, bleibt Ihnen ein wenig Putzarbeit nicht erspart. Mit den richtigen Mitteln und ein paar Tricks säubern Sie das Gerät aber ohne stundenlanges Schrubben. Möchten Sie kein chemisches Backofen-Reinigungsmittel verwenden, können Sie aus wenigen biologischen Zutaten ein wirksames Putzmittel selber machen. Natron, Backpulver, Soda, Zitronensäure und Essig sind fast immer zur Hand, kosten wenig und schonen die Umwelt. Und so wenden Sie die Ökoreiniger an:
  • Zitronensaft oder Essigessenz vermischen Sie mit Wasser und befüllen eine ofenfeste Schale damit. Stellen Sie diese in den Ofen und heizen Sie ihn im Umluftbetrieb auf 120 Grad auf. Ist alles verdunstet, können Sie Fettreste nach dem Abkühlen leicht wegwischen.
  • Backpulver und Natron sind die erste Wahl bei leichten Verschmutzungen. Verrühren Sie eines der Backtriebmittel mit etwas Wasser zu einer Paste und tragen Sie diese auf die betreffenden Stellen auf. Nach rund 15 Minuten Einwirkzeit wischen Sie den Ofen feucht aus.
  • Waschsoda entfaltet eine noch stärkere Wirkung und löst auch alte Verkrustungen. Verwenden Sie es wie Backpulver und Natron.
Wenn Sie vor der Anwendung dieser Putzmittel den Backofen mit Wasserdampf einweichen, lösen sich Rückstände noch leichter. Stellen Sie dazu einen großen Topf oder eine Backform mit Wasser bei 100 Grad in das Gerät, schalten Sie es nach 15 Minuten ab und lassen Sie alles 60 Minuten einwirken. Alternativ können Sie auch Ihren Dampfreiniger benutzen, wenn Sie einen solchen Haushaltshelfer besitzen.

Sie können Ihren Backofen auch mit Rasierschaum oder Geschirrspültabs reinigen, allerdings ist hier etwas Chemie im Spiel: Wischen Sie deshalb immer gut mit klarem Wasser nach.

So bekommen Sie Gitterrost, Bleche und Backofenfenster blitzblank

Das Zubehör des Ofens und die Tür reinigen Sie separat vom Innenraum. Mit ein paar Tipps reinigen Sie den Backofen auch an diesen Stellen kinderleicht. Dreckige Backbleche reinigen Sie beispielsweise einfach mit Salz: Streuen Sie reichlich davon auf das Blech und schieben Sie bei 50 Grad solange in den Ofen, bis das Salz braun wird. Danach schütten Sie es weg und spülen mit Wasser nach. Verunzieren immer noch Ablagerungen die Backplatte, hilft langes Einweichen in heißer Spülmittellauge. Diese Methode funktioniert auch, wenn Sie den Gitterrost und die Backauszüge bzw. die Führungsschienen des Backofens reinigen möchten. Ist Ihre Spüle zu klein, legen Sie das Inventar einfach über Nacht in die Badewanne. Ist die Ofentür vor lauter Fettspritzern schon blickdicht, bauen Sie sie für eine gründliche Reinigung möglichst aus. Ob und wie das geht, steht in der Bedienungsanleitung des Geräts. Mit einem Ceranfeldschaber entfernen Sie nun groben Dreck und reinigen die Scheiben anschließend je nach Verschmutzungsgrad mit Spülmittel, Backpulver- oder Sodapaste. Die Dichtungen wischen Sie mit einem Lappen und Spüli ab, dabei nicht schrubben und restliches Reinigungsmittel mit einem sauberen Tuch und Wasser entfernen.

5 Tipps für einen sauberen Backofen

Vorsicht ist besser als Nachsicht, weshalb wir Ihnen noch ein paar Tipps an die Hand geben möchten, mit denen Sie eine starke Verunreinigung des Backofens von vorneherein vermeiden.
  • Legen Sie immer Backpapier oder eine als Backzubehör erhältliche Dauerbackmatte unter Lebensmittel und Auflaufformen. So werden Spritzer abgefangen.
  • Braten lassen sich im Bratenschlauch oder Römertopf spritzfrei garen.
  • Hähnchen spritzen beim Grillen weniger, wenn Sie das Geflügel auf einen Halter mit Auffangschale setzen.
  • Verwenden Sie für Aufläufe Gefäße mit hohem Rand und machen Sie diese nie ganz voll – so läuft nichts über.
  • Entfernen Sie Verschmutzungen sobald der Ofen ausreichend abgekühlt ist. In leicht warmem Zustand lassen sie sich am einfachsten wegwischen.