UNSERE LÄNDERÜBERGREIFENDEN PROGRAMME

Wir entwickeln für jedes Land maßgeschneiderte Programme, gemeinsam mit den Menschen und Partnern vor Ort. Warum? Weil jedes Land seine eigenen Herausforderungen hat. So können wir am meisten bewirken.

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BRASILIEN

UNSERE PROGRAMME IN BRASILIEN

Brasilien ist der größte Kaffeeproduzent der Welt – mit Abstand. Fast die Hälfte des Kaffees stammt heutzutage aus dem Bundesstaat Minas Gerais im Südosten des Landes. Viele der Kaffeefarmen können bereits jetzt gut vom Kaffeeanbau leben. Und wir wollen, dass das auch langfristig so bleibt. Denn sowohl der Klimawandel als auch Umweltschäden durch konventionellen Kaffeeanbau machen sich bemerkbar.

Deshalb unterstützen wir die Farmer*innen vor Ort dabei, den Kaffeeanbau immer nachhaltiger zu gestalten - u.a. mithilfe von Schulungen.

Das Projekt im Überblick

Brasilien - Sul de Minas, Minas Gerais / Mogiana Paulista, São Paulo

Landesspezifische Herausforderungen: Auswirkungen des Klimawandels

Projektlaufzeit: 2025 - 2028

Projektziele: Anpassung an den Klimawandel, verantwortungsvoller Umgang mit Agrarchemikalien, Entwicklung alternativer und umweltfreundlicherer Anbaumethoden, Wiederaufforstung der heimischen Vegetation.

Projektpartner: Coomap, Coopfam, Exp. Guaxupé, Olam Food Ingredients (OFI), Emater

Bisher erreichte Farmen: 1.200

Was wir konkret tun

Back to nature: Wiederaufforstung dauerhafter Schutzgebiete 

In Brasilien sind alle Landesbesitzer*innen verpflichtet, ein Mindestmaß an Fläche zu schützen oder neu zu bebauen. Gemeinsam mit lokalen Partner*innen gründen wir Lerngemeinschaften, um die Kaffeefarmer*innen bei mehr Umweltschutz unterstützen.

Wie? Theoretisch mit Workshops, in denen sie die Grundlagen erlernen. Und praktisch, in dem wir auch auf Bauernhöfe gehen, um das Gelernte umzusetzen: Wie werden diese Flächen vermessen, vorbereitet und mit Pflanzen aufgeforstet, die der ursprünglichen Vegetation entsprechen? 

Gemeinsam  mehr erreichen - Klimaanpassung und Resilienz

Durch Schulungen lernen Farmer*innen, wie sie sich an raue Klimabedingungen anpassen können. Themen wie Bodenbedeckung, die Nutzung von Schattenbäumen, der Einsatz von Windschutzwänden und der Schutz von Gewässern werden behandelt. Mit mehreren Kaffeefarmer*innen werden auch Pilotprojekte zur Nutzung von Schattenbäumen und zum Mischanbau von Kaffee mit Obstbäumen wie Bananen und Avocados durchgeführt.

Unser Ansatz: Voneinander und miteinander lernen.

Weniger ist mehr - Nachhaltige Unkraut-, Schädlings- und Krankheitsbekämpfung

Wer umweltfreundlicher wirtschaften will, kommt nicht an Themen wie Unkraut- und Schädlingsbekämpfung vorbei. Deshalb haben wir zusammen mit Farmen und unseren Projektpartner*innen innovative Methoden entwickelt, um weniger auf synthetische Pestizide und Herbizide angewiesen zu sein. Unser Ziel: Effiziente und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen, die auch im großen Stil funktionieren.  

In Pilotprojekten und Schulungen wurden alternative Unkrautbekämpfungsmethoden getestet. Und auch bei der Schädlings- und Krankheitsbekämpfung wird auf Nachhaltigkeit gesetzt: Biologische Produkte, vorbeugende Maßnahmen und andere umweltfreundliche Praktiken wurden dabei getestet und validiert. Am Ende wurden Farmer*innen sowie Agrarstudierende und Auszubildende im Rahmen von Feldtagen und praxisnahen Übungen geschult. Zudem arbeiten wir an Veröffentlichungen, um unser Wissen weiterzugeben.  

Noch mehr Details zu unseren Projekten gewünscht?

Die gibt es hier: https://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/de/verantwortung-uebernehmen/kaffee/programme  

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Wir möchten, dass Farmer*innen die Hilfen erhalten, die wirklich weiterhelfen.“

Murillo, Agronom bei Enveritas

Als Agronom weiß Murillo, wie wichtig und hilfreich ehrliche Analyse der lokalen Bedingungen sind.

Nur so können wirklich die Probleme und Ursachen identifiziert und angegangen werden.

VIETNAM

UNSERE PROGRAMME IN VIETNAM

Die weltweite Nr. 2 bietet die idealen Bedingungen für Robusta! Wir beziehen den Kaffee von Kleinfarmer*innen aus dem zentralen Hochland, die ihre kleinen Parzellen mit viel Liebe bewirtschaften. Aber sie leiden unter den Folgen des Klimawandels, mit negativen Auswirkungen auf Ernten und Einkommen.

Wir arbeiten daher mit Kaffeefarmer*innen zusammen und unterstützen sie insbesondere durch Schulungen dabei, ihre Lebensbedingungen zu verbessern.

Das Projekt im Überblick

Vietnam – Central Highlands, Gia Lai, Kon Tum & Dak Nong Provinz

Landesspezifische Herausforderungen: Armut, übermäßiger Gebrauch von Agrochemikalien, Dürre und Wasserknappheit, Auswirkungen des Klimawandels

Projektlaufzeit: 2025 - 2028

Projektziele: Einkommenssteigerung, Umweltschutz, Maßnahmen gegen den Klimawandel, Rückverfolgbarkeit

Projektpartner: Neumann Kaffee Gruppe (NKG) bzw. Neumann Gruppe Vietnam Limited, Sustainable Solution Switzerland (DSS), SNV Netherlands Development Organisation, Olam Vietnam

Bisher erreichte Farmen: 4.500

Was wir konkret tun

Gegen Armut, für den Klimaschutz

Kaffeeanbau ökologisch und gleichzeitig profitabel gestalten – das ist das Ziel unseres Kompetenztrainings. Hier geht es nicht alleine um trockene Theorie, sondern vor allem um „Learning by Doing“. Dafür gibt es insgesamt 60 Modellfarmen, auf denen optimale Bedingungen für den Kaffeeanbau veranschaulicht werden und wo die Erfahrungen und Anforderungen der Farmer*innen miteingearbeitet werden. Die übergeordneten Ziele der Trainings sind: zur Einkommenssteigerung beizutragen, den bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit Agrochemikalien zu fördern, schädliche Emissionen zu reduzieren und den Wasserfußabdruck vor Ort zu minimieren.

Richtig Kohle machen – für bessere Böden

Seit Januar 2022 erproben wir auf 20 Testfarmen den Einsatz von Pyrolyseöfen. Diese wandeln organische Abfälle wie Kaffeeschalen und Baumschnittreste in wertvolle Pflanzenkohle um. Das Beste daran ist, dass die Farmer*innen die Pflanzenkohle sogar selbst herstellen und als Trägerstoff für Düngemittel oder Kompost nutzen können. Die Erkenntnisse aus diesen Tests sollen künftig helfen, CO₂-Emissionen zu senken, die Ernte widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen und das Einkommen der Farmer*innen zu verbessern.

Die Wälder schützen – durch mehr Rückverfolgbarkeit

Mit der neuen Europäischen Entwaldungsverordnung (EUDR) müssen Millionen von Kaffeeproduzent*innen ihre Farmen geografisch lokalisieren, denn nur so erhalten sie weiterhin Zugang zum europäischen Markt. Das klingt nach einer ziemlichen Herausforderung. Deshalb unterstützen wir die Menschen vor Ort bei der Einhaltung der Verordnung: Wir bieten Trainings zu nachhaltigen Anbaumethoden und den EUDR-Anforderungen an, erfassen Geodaten, führen Risikoanalysen durch und helfen im Gespräch mit Behörden.

Noch mehr Details zu unseren Projekten gewünscht?

Die gibt es hier: https://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/de/verantwortung-uebernehmen/kaffee/programme

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Bevor ich an dem Programm mit Tchibo teilnahm, war ich ein sehr schüchterner Mensch und die Art, wie ich Kaffee anbaute, war noch nicht auf dem neuesten Stand. Nachdem ich jedoch an dem Projekt teilgenommen hatte und mit vielen Menschen in Kontakt gekommen war, und neue Erfahrungen im Kaffeeanbau gesammelt hatte, konnte ich viele Veränderungen an mir feststellen: Ich fühlte mich selbstbewusster und meine Kaffeeanbaumethoden hatten sich verbessert.“

H Ha Kpa, Kaffeebäuerin

GUATEMALA

UNSERE PROGRAMME IN GUATEMALA

In Guatemalas Vulkanböden wächst Spitzen-Arabica. Trotzdem sieht die Zukunft für die Kaffeefarmer*innen nicht so rosig aus – sie stehen vor großen Herausforderungen und viele, vor allem junge Leute, wandern in andere Länder aus.

Bei unseren Projekten geht es uns vorrangig um Hilfe zur Selbsthilfe: z. B. Schulungen zur Erhöhung der Produktivität und Kaffeequalität, Anpassung an den Klimawandel oder Schulungen für Jugendliche, um Perspektiven zu schaffen.

Das Projekt im Überblick

Guatemala - Santa Barbara, Huehuetenango

Landesspezifische Herausforderungen: Armut, Auswanderung, Kinderarbeit, Klimawandel

Projektlaufzeit: 2022 - 2030

Projektziele: Anpassung an den Klimawandel, Einkommenssteigerung, Reduktion von Kinderarbeit

Projektpartner: Coffee Care

Bisher erreichte Farmen: 2.500

Gemeinsam zu nachhaltigerem Kaffeeanbau – mit Schattenbäumen!

Kaffeeanbau wird durch den Klimawandel immer schwieriger – auch, weil Kaffeepflanzen empfindlich sind. In Santa Bárbara setzen wir uns daher gemeinsam mit Farmer*innen für einen nachhaltigeren Kaffeeanbau ein. Wie? Indem unter anderem Schattenbäume, wie z. B. Inga-Bäume, zwischen die Kaffeebäumchen gepflanzt werden.

Dazu bieten wir Schulungen für die Farmer*innen an, wo sie z. B. lernen, wie sie ihre Kaffeepflanzen richtig pflegen, den Boden verbessern oder Kompost herstellen – alles für einen nachhaltigeren Kaffeeanbau.

Warum Schattenbäume helfen

Sie sind gut fürs Klima

Inga-Bäume entziehen der Luft Stickstoff und reichern damit den Boden an. Ihr dichtes Wurzelsystem schützt den Boden vor Erosion. Gleichzeitig fördern sie die Biodiversität und schaffen Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Sie sind gut für den Kaffee

Die Schattenbäume schützen die hypersensiblen Kaffeesträucher vor zu starker Sonne. Blätter und Äste, die auf den Boden fallen, versorgen den Boden zusätzlich mit Nährstoffen – das schmeckt dem Kaffee.

Sie sind gut für die Farmer*innen

Einige Inga-Arten tragen essbare Früchte, die von den Farmer*innen geerntet werden können – als nährstoffreiche Nahrung oder als zusätzliche Einkommensquelle.

Unsere Ansprechpartner*innen vor Ort in Guatemala

Crista und Bobby koordinieren als zentrale Schnittstelle zwischen Kaffeebauern, Partnern und der Hamburger Tchibo Zentrale die regionalen Nachhaltigkeitsprogramme.

"Dieses Projekt, das die Artenvielfalt wiederherstellt und den Menschen Würde verleiht, hat eine positive Auswirkung auf das Leben von Tausenden guatemaltekischen Familien. Für solch einen positiven Zweck zu arbeiten, ist ein wahrhaftiges Privileg."

Crista

"Wenige Dinge haben mich so beeindruckt wie die Methodik der Inga-Stiftung, die mittlerweile als regenerative Landwirtschaft bezeichnet wird. Für mich bedeutet dies eine Rückkehr zu den grundlegenden Prinzipien der Landwirtschaft: fruchtbarer Boden, ein ausgewogenes Ökosystem und die Nachbildung eines Waldes innerhalb der Anbaufläche. Diese Herangehensweise führt zu besseren Erträgen und Pflanzen, die widerstandsfähig gegen Krankheiten, Schädlinge und den Klimawandel sind, während sie gleichzeitig die Abhängigkeit von chemischen Produkten verringert und die Vorteile des Waldes nutzt."

Bobby

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Weitere Maßnahmen:

Mehr Wissen, mehr Einkommen: Trainings für Farmer*innen

Wer mehr weiß, kann mehr verdienen: Aus diesem Grund bieten Coffee Care und Tchibo verschiedene Trainings zu Themen wie Good Agriculture Practices (GAP), Düngemitteln und Bodenbehandlung an. Diese Schulungen helfen dabei, die Produktivität und Qualität des Kaffees zu steigern und unterstützen die Farmer*innen dabei, sich an den Klimawandel anzupassen. Und das ist noch nicht alles! Wir unterstützen die Farmer*innen dabei noch weitere Einkommensquellen zu erschließen, zum Beispiel durch alternative Landwirtschaftsprojekte. Hierbei kommt auch die Hydroponik zum Einsatz, eine Art des Anbaus, die wesentlich weniger Wasser benötigt als herkömmliche Landwirtschaft.

Coffee Clubs: Perspektiven schaffen für Jugendliche

Viele Jugendliche in Guatemala denken ans Auswandern. Das Problem: Ohne sie ist die Kaffeeversorgung gefährdet. Kaffeeanbau ist jedoch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für das Land, weshalb wir mit unseren Coffee Clubs versuchen, den jungen Leute vor Ort eine Perspektive zu bieten, um doch in ihrer Heimat zu bleiben und hier eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung ihres Landes zu spielen. In den Coffee Clubs lernen die Jugendlichen alles rund um den Kaffeeanbau: von Kaffeesetzlingen bis organische Düngemittel, von Nassaufbereitung und Bodengesundheit bis hin zur Vermarktung ihres eigenen Kaffees.

Entwicklungspotentiale stärken von Mädchen. Und Jungen.

"Abriendo Oportunidades" ist ein Programm des Population Council, das darauf abzielt, guatemaltekischen Mädchen im Alter von 8 bis 17 Jahren Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und anderen Weiterbildungsangeboten zu ermöglichen. Nach mehreren Jahren, in denen wir uns ausschließlich auf die Mädchen konzentriert haben, haben wir zusammen mit unserem Partner Coffee Care entschieden, nun auch die Jungen zu unterstützen. Nicht zuletzt kann dabei auch schon früh ein besseres Verständnis der Geschlechter füreinander geschaffen werden.

Noch mehr Details zu unseren Projekten gewünscht?

Die gibt es hier: https://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/de/verantwortung-uebernehmen/kaffee/programme  

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Jetzt bekomme ich mehr Geld für meinen Kaffee“

Armanda Gomez

TANSANIA

UNSERE PROGRAMME IN TANSANIA

Tansania ist mehr als nur ein Traumziel für Safari-Urlauber: Es ist Heimat einzigartiger Spezialitätenkaffees. Aber auch hier sind die Schatten des Klimawandels zu spüren.

Mit unseren Projekten wollen wir die nächste Generation von Kaffeefarmer*innen stärken, und u.a. durch Schulungen dabei helfen, die Produktivität und Qualität des Kaffees zu steigern.

Die Zukunft sichern: Nachwuchs fördern & Wissen vermitteln

Lesen, schreiben, rechnen – das lernt man in der Schule. In Tansania haben 1.250 Schülerinnen und Schüler an sieben Schulen freiwillig ein weiteres Fach: Nachhaltigen Kaffeeanbau. In Tansania ist es üblich, dass Kinder die Kaffeefarmen ihrer Eltern übernehmen. Und wir unterstützen die nächste Generation, fit für den Kaffeeanbau der Zukunft zu werden – mit den sogenannten „Coffee Clubs“ in den Regionen Mbeya und Songwe, die wir gemeinsam mit unserem Partner City Coffee Ltd ins Leben gerufen haben.

Hier erlernen die Jungfarmer*innen Methoden für einen nachhaltigeren Kaffeeanbau: Welche natürlichen Düngemittel gibt es? Wie kann man Wasser und Boden bestmöglich schützen? Aber auch: Wie führe ich erfolgreich eine Farm? Wertvolles Wissen, das direkt umgesetzt werden kann: auf den schuleigenen Kaffeefeldern und  auf den Familienfarmen, die die Eltern zur Verfügung stellen. Und: Durch den Verkauf des Kaffees haben die Schulen eine zusätzliche Einnahmequelle – Einnahmen, die beispielsweise für neue Schulbücher eingesetzt werden können.

Das Projekt im Überblick

Tansania  - Mbyea und Songwe

Landesspezifische Herausforderungen: Genderinklusion, Klimawandel

Projektlaufzeit: 2017 - 2029

Projektziele: Stärkung der nächsten Kaffee-Farmer*innen Generation, Steigerung der Produktivität und Qualität durch Anreicherung von Wissen, Know-how und Wissensvermittlung zum nachhaltigen Kaffeeanbau 

Projektpartner: City Coffee 

Bisher erreichte Farmen: 400 Coffee Clubs: 1.250 Schüler*innen

Was wir konkret tun

Echtes Wachstum: Unser Obstprojekt

Zwischen Oktober 2020 und September 2022 haben wir gemeinsam mit City Coffee ein weiteres spannendes Projekt umgesetzt. In dieser Zeit wurden über 30.000 Kaffeepflanzen und mehr als 8.400 Obstbäume gepflanzt – darunter Avocados, Bananen, Mangos und Papayas. Fast 5.000 dieser Bäume wurden an sieben Schulen gepflanzt, der Rest ging an die Mitglieder der Coffee Clubs für ihre eigenen Gärten.

Das Ergebnis? Die Schulen und Familien profitieren von einer besseren Ernährung und können durch den Verkauf der Früchte zusätzliches Einkommen erzielen. Und als Bonus verbessert die Pflanzenvielfalt auch noch ganz nebenbei die Bodengesundheit.

Wachstum darüber hinaus 

Das Konzept Coffee Clubs stößt auf Interesse und wir stehen in einem regelmäßigen Austausch mit lokalen Institutionen und Organisation zu dem Thema. Das Projekt wird sogar von der Austrian Development Agency für die nächsten drei Jahre unterstützt. Wir erhalten externe Gelder und konnten so das Projekt auf mehr Schüler*innen ausweiten, sowie ein Praktikumsprogramm für AbsolventInnen und Kooperativenmitglieder ins Leben rufen. In diesem Praktikumsprogramm werden mehr Inhalte zum Thema „Farm als Business“, Verkauf von Kaffee an Auktionen oder auch das Cupping, also die Verkostung von Kaffee, vermittelt.

Gemeinsam bessere Preise erzielen

Gemeinsam mit lokalen Partnern helfen wir den Kaffeefarmerinnen und -farmern bei der Gründung von Farmgruppen. Seit 2017 sind so bereits 22 Gruppen mit 2.500 Mitgliedern entstanden.   Der Zusammenschluss in Gruppen ermöglicht es, den geernteten Kaffee nach Qualitäten zu sortieren und so bessere Preise zu erzielen. Auch unterstützen sich die Gruppen untereinander, beispielsweise wenn eine helfende Hand oder ein landwirtschaftliches Gerät fehlt. Viele Gruppen haben auch Fachleute für Agrarwirtschaft angestellt, die sie direkt auf ihren Feldern beraten und zu Methoden eines umweltfreundlicheren Anbaus schulen.

Noch mehr Details zu unseren Projekten gewünscht?

Die gibt es hier: https://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/de/verantwortung-uebernehmen/kaffee/programme

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Ich bin unheimlich stolz darauf, die nächste Generation der Kaffeefarmer*innen ausbilden und fördern zu können! “.

Martha Kimboi , Lehrerin und Koodinatorin der Coffee Clubs

Gerechnet haben wir mit 50 Jugendlichen – heute sind es um die 1.200 Schüler*innen. 664 sind aktuell dabei und 543 sind sogenannte Graduates, diese werden aber auch weiterhin betreut und zählen noch immer zu den Coffee Clubs.

HONDURAS

UNSERE PROGRAMME IN HONDURAS

Fruchtbare, vulkanische Böden und ein tropisches Klima sorgen für ideale Anbaubedingungen für Kaffee, der zu einem der wichtigsten Exportgüter in Honduras geworden ist. Kaffeeanbau ist hier ein echter Familienbetrieb mit viel Handarbeit. Doch die Auswirkungen des Klimawandels und Probleme im Land, wie Armut, stellen die Kleinbauernfamilien vor Herausforderungen.

Wir wollen sie mit unseren Maßnahmen dabei unterstützen, diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen.

Das Projekt im Überblick

Honduras - San Andrés und Caona, Honduras

Landesspezifische Herausforderungen: Armut, Auswanderung, Bodengesundheit, Kinderarbeit

Projektlaufzeit: 2022 - 2029

Projektziele: Einkommenssteigerung und Anpassungen an den Klimawandel, Kinderbetreuung

Projektpartner: Becamo, Inga Foundation

Bisher erreichte Farmen: 1.200

Eine lächelnde Frau in einer türkisen Weste steht in einem Klassenzimmer, während zwei junge Mädchen an Tischen hinter ihr sitzen und zeichnen. Bunte Lernplakate hängen an der Betonwand.

Mit Kita-Projekten Entwicklung fördern.

Die Kaffeeernte stellt viele Familien in Honduras jedes Jahr vor eine Herausforderung – denn oft fällt sie mit der Ferienzeit zusammen und es fehlt an verlässlicher Betreuung für die Kinder.

In den Regionen Lempira und Ocotepeque – aus denen unser Privat Kaffee Honduras stammt – setzen wir genau hier an und schaffen gezielt Unterstützung im Alltag der Familien. Mit unseren Kitas bieten wir während der Ernte- und Ferienzeit sichere Betreuungsangebote für Kinder. Dort werden sie nicht nur betreut und versorgt, sondern auch gezielt gefördert. Auf diese Weise helfen die Einrichtungen dabei, den Kindern bessere Entwicklungschancen zu ermöglichen und Kinderarbeit zu vermeiden.

Warum unser Kita-Projekt hilft

Eine Frau in grüner Weste und roter Hose lächelt einen Jungen in grau-rotem Shirt an, der auf einem Sandplatz tritt. Mehrere Kinder beobachten sie im Hintergrund unter blauem Himmel.

Sicher betreut

In den Kitas werden Kinder während der Erntezeit zuverlässig betreut. Es gibt ausgewogene Mahlzeiten und ein großes Spiel- und Lernangebot.

Mehrere Kinder sitzen in einem Klassenzimmer an Holztischen und schreiben auf Papier. Zwei Mädchen im Vordergrund konzentrieren sich auf das Schreiben, eines in einer rosa Weste und das andere in einem hellblauen Pullover. Die Wände des Klassenzimmers sind mit Lernplakaten dekoriert.

Gezielt gefördert

Durch die Betreuung wird sichergestellt, dass Kinder auch während der Erntezeit lernen und nicht aus dem Bildungssystem fallen. Gleichzeitig stärken pädagogische Angebote ihre sozialen und kognitiven Fähigkeiten.

Eine Gruppe Kinder und Erwachsene hält sich im Kreis auf einem Feldweg im Freien an den Händen. Im Hintergrund sind ein rotes Tor, ein Lastwagen und ein Gebäude mit Ziegeldach zu sehen.

Gut unterstützt

Die Familien werden entlastet, da ihre Kinder sicher betreut sind und nicht mit auf die Plantagen genommen werden müssen. Ergänzend sensibilisieren Trainings für die Risiken von Kinderarbeit und schaffen langfristig bessere Perspektiven.

"Mir gefällt am besten, dass wir hier spielerisch lernen und viele Dinge machen können, die wir in der Schule nicht lernen. Auch das Essen ist lecker, und wir fühlen uns hier sicher."

Arnoldo, Kind

"Wir als Eltern und begünstigte Produzenten des Projekts sind dankbar für die Möglichkeit, diese Einrichtung in unserer Gemeinde zu haben und sie erleichtert uns die Arbeit  (…). Wir sind sehr zufrieden, denn wir wissen, dass die Kinder in der Kita sicher und gut versorgt sind, während wir zur Erntezeit auf den Feldern arbeiten und sie dabei keinerlei Gefahr ausgesetzt sind."

Domingo Martinez, Vater und Produzent

"Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder am Ende der Saison gesünder, aktiver und fröhlicher sind. Lehrkräfte und Familien stellen außerdem fest, dass sich die Kinder nach der Rückkehr in die Schule besser zurechtfinden, motivierter lernen und aktiver am Unterricht teilnehmen. Das zeigt, dass die Kita weit über die tägliche Betreuung hinaus wirkt und einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Kinder und der Gemeinschaft leistet."

Andrea, Becamo Projektkoordinatorin

Ein erwachsener Mann mit Cowboyhut und ein Junge in einem Iron Man T-Shirt stehen nebeneinander im Freien. Der Mann trägt ein kariertes Hemd und Jeans, der Junge hellblaue Jeans. Sie stehen auf einem gepflasterten Untergrund vor einer ländlichen Landschaft mit Hügeln und einem Haus.

Was wir konkret tun

Einkommenssteigerung durch Diversifizierung im Anbau

Diversifizierung stärkt die Farmen auf zwei Ebenen: wirtschaftlich durch zusätzliche Einkommensquellen – und ökologisch durch mehr Biodiversität und gesündere Böden. Deshalb unterstützen Tchibo gemeinsam mit Becamo den Anbau von Obstbäumen wie Avocados und Zitrusfrüchten auf den Kaffeefeldern. Und das hat viele Vorteile: Die Obstbäume spenden den Kaffeepflanzen den nötigen Schatten, was die Qualität und Leistungsfähigkeit steigern kann. Gleichzeitig dienen sie als Nahrungsmittel für die Farmerinnen und Farmer und ihre Familien. Der Mix aus verschiedenen Sorten und die Nutzung von Bio-Input sorgen außerdem für bessere Biodiversität und Bodengesundheit – ein echter Pluspunkt im Kampf gegen den Klimawandel.

Gewusst wie: Management Skills

Unser Prinzip: gemeinsam lernen und voneinander profitieren. Die Trainings sind so gestaltet, dass Interessierte aus der Nachbarschaft oder Verwandte jederzeit dazustoßen und mitlernen können. Wir möchten Kaffeewissen für alle zugänglich machen, um so die Kaffeewirtschaft in unseren Programmregionen Schritt für Schritt zu stärken. Eine große Herausforderung für die Zukunft von Honduras ist die Auswanderung. Besonders junge Menschen verlassen das Land, weil sie dort keine Perspektive sehen. Um dem entgegenzuwirken, fördern wir die sozioökonomische Rentabilität des Kaffeeanbaus. Dazu gehört auch, durch vertraglich geregelte Abnahmemengen den Menschen in Honduras mehr Planbarkeit und Sicherheit zu bieten

Macht Schule: Ferienbetreuung in der Erntezeit

In Honduras beginnt die Kaffeeernte meist im Oktober und dauert bis Februar. Leider fällt das genau in die Schulferien – und viele Kaffeefarmerinnen und Farmer haben keine andere Wahl, als ihre Kinder mit auf die Plantagen zu nehmen. Dort spielen die Kleinen dann oft unbeaufsichtigt – oder helfen sogar bei der Ernte. Um das zu ändern, bieten wir Betreuungsmöglichkeiten an. In unseren Kitas werden die Kinder tagsüber liebevoll von qualifiziertem Personal betreut, bekommen leckere Mahlzeiten und werden unterrichtet. Zusätzlich sensibilisieren wir die Familien in speziellen Trainings für die Probleme und Risiken von Kinderarbeit.

Noch mehr Details zu unseren Projekten gewünscht?

Die gibt es hier: https://www.tchibo-nachhaltigkeit.de/de/verantwortung-uebernehmen/kaffee/programme

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Dank der technischen Unterstützung, die ich erhalten habe,   konnte ich die Bedingungen auf meinem Betrieb verbessern und die Produktivität pro Fläche steigern. Außerdem konnte ich dank der Schulung das Auftreten von Schädlingen und Krankheiten verringern, weil ich gelernt habe, biologische Produkte zu entwickeln und anzuwenden, die mir auf meinem Betrieb zur Verfügung stehen.“

Jose Valerio Diaz, Kaffeebauer

PERU

UNSERE PROGRAMME IN PERU

Peru zählt zu den wichtigsten Kaffee-Anbaugebieten – auch für Tchibo. Doch viele der kleinen Landwirt*innen, vor allem in der Region Junín, aus der wir unseren Kaffee beziehen, leiden unter immer niedrigeren Ernten und Ernteausfällen durch Schädlinge.

Das Projekt im Überblick

Peru – Junín

Landesspezifische Herausforderungen: Klimawandel, Armut, Auswanderung, Bodenerosion,Wasserverschmutzung

Projektlaufzeit: 2025 - 2030

Projektziele: Anpassung an den Klimawandel, Einkommenssteigerung

Projektpartner: Perhusa

Bisher erreichte Farmen: 440 Farmen

Was wir konkret tun

Praxisnah lernen

Durch ein umfassendes Schulungsprogramm werden 1.800 Kaffeefarmer*innen auf praxisnahen Demofarmen in regenerativen Anbaumethoden geschult.

Soziales im Blick

Soziale Aspekte sind ebenfalls Teil dieses Projekts. Themen wie Geschlechtergerechtigkeit und das Verbot von Kinderarbeit werden in den Schulungen adressiert.

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Viele Menschen verlassen Kaffee und bauen z.B. Kakao an. Aber wir wollen weiterkämpfen, weil wir das Produkt lieben."

Corali, Kaffeefarmerin

KENIA

UNSERE PROGRAMME IN KENIA

Kenia ist weltweit für seine erstklassigen Arabica-Kaffees bekannt, die in den nährstoffreichen Hochebenen rund um das Mount-Kenya-Massiv gedeihen. Auch hier stellen der Klimawandel und niedrige Einkommen die Farmer*innen vor Herausforderungen, die wir gemeinsam mit unseren Projekten angehen.

Das Projekt im Überblick

Kenia –Kirinyaga, Mount Kenya

Landesspezifische Herausforderungen: Klimawandel, Bodenerosion & Verlust von Biodiversität, Einkommen

Projektlaufzeit: 2025 - 2028

Projektziele: Anpassung an den Klimawandel, Steigerung von Produktivität und Qualität, Einkommensdiversifizierung, Gender- und Jugendinklusion

Projektpartner: Ibero (NKG) Kenya, Rainforest Alliance,, Inoi Farmers Cooperative Society Limited

Bisher erreichte Farmen: 100 Lead-Farmen

Was wir konkret tun

Wissen richtig verteilen

Wir trainieren mit Unterstützung des Coffee Research Institutes (CRI) 100 „Lead-Farmer“ zu den Themen nachhaltiger Kaffeeanbau, Bodenerhaltung und regenerativer Landwirtschaft. Die „Lead-Farmer“ geben ihr erlerntes Wissen an ihre Nachbar*innen und Peers weiter, mit zusätzlicher Unterstützung von Agronomen, die das Projekt begleiten.

Mit Erfolg nachmachen

Mit dem Aufbau bzw. der Verbesserung von Demofarmen, die teilweise bereits auf dem Gelände der Kooperative bestehen, wollen wir regenerative Anbaupraktiken implementieren.

Das Ziel: Ihre Wirkung (gesteigerte Produktivität) demonstrieren, sodass lokale Farmer*innen auch auf regenerativen Anbau gehen.

Neue Wege zu mehr Einkommen

Wir unterstützen außerdem Farmer*innen bei der Entwicklung von Strategien zur Einkommensdiversifizierung sowie beim Zugang zu Finanzierung und Krediten.  

MENSCHEN & IHRE KAFFEEGESCHICHTE

„Jetzt, da das Projekt angelaufen ist und die Partner*innen zusammenarbeiten, habe ich die Hoffnung, dass meine Bemühungen zu etwas (greifbarem) führen werden.“

Lydia Muthoni, Kaffeebäuerin