Das Mobilfunklexikon von Tchibo

Was ist ein Mobilfunknetz?

Mobiltelefone erm√∂glichen das ortsungebundene Telefonieren sowie das Versenden von Kurznachrichten. Dies setzt das Vorhandensein eines fl√§chendeckenden Mobilfunknetzes voraus. Das Mobilfunknetz √ľbertr√§gt die Signale w√§hrend der Telefongespr√§che zwischen Handys oder Smartphones. Die Mobilfunkgesellschaften verantworten den Aufbau der Netze; zu diesem Zweck erwarben sie Sendelizenzen beim Staat.

Funktionsweise eines Mobilfunknetzes während der Telefongespräche

Das Mobilfunknetz besteht aus einzelnen Funkzellen. Jede davon besitzt eine Basisstation, die mit ihrer Sende- und Empfangsleistung das zugeh√∂rige Gebiet abdeckt. Der wabenf√∂rmige, zellulare Aufbau des Mobilfunknetzes garantiert eine fl√§chendeckende Erreichbarkeit. Jedes eingeschaltete Mobiltelefon w√§hlt sich in eine der Funkzellen ein. Das Ger√§t empf√§ngt jederzeit die Signale in der N√§he liegender Basisstationen. Es w√§hlt jeweils die Station mit dem st√§rksten Signal. Telefonieren zwei Personen, wandelt das verwendete Mobiltelefon das Gespr√§ch in digitale Signale um. Die integrierte Antenne sendet diese als Funkwellen an die n√§chstgelegene Basisstation. Von der Basisstation aus gehen die Daten √ľber Funk oder Kabel an die Vermittlungsstelle der Mobilfunkgesellschaft. Diese ordnet die Daten dem gew√ľnschten Gespr√§chspartner zu und identifiziert dessen derzeitige Funkzelle. Von der Vermittlungsstelle gelangen die Daten an die Basisstation der ermittelten Zelle. Diese sendet elektromagnetische Funkwellen an das zugeh√∂rige Mobiltelefon aus. Letzteres entschl√ľsselt die empfangenen Signale und gibt sie als Sprache beziehungsweise Ger√§usche √ľber den Lautsprecher aus. Der gesamte Vorgang nimmt Bruchteile einer Sekunde in Anspruch.

In Deutschland sind vier unterschiedliche Mobilfunknetz-Standards in Betrieb. Das D-Netz stammt aus dem Jahr 1991, das E-Netz folgte zwei Jahre sp√§ter. Beide auf Telefongespr√§che ausgelegte Netze basieren auf dem GSM-Standard. Im Zuge der st√§rkeren Nutzung von Daten√ľbertragungen f√ľhrten die Mobilfunk-Gesellschaften das Netz mit GPRS-Standard ein. Den n√§chsten Standard stellen die 3G-Netze mit UMTS f√ľr eine bessere Internetverbindung der Mobiltelefone dar. Smartphones erh√∂hten die Internetnutzung √ľber das Mobilfunknetz nochmals. Aus diesem Grund bauen die Mobilfunkanbieter seit 2010 LTE-Netze aus. LTE erm√∂glicht Daten√ľbertragungs-Raten von theoretisch bis zu 300 Megabit in der Sekunde.