Richtig Staub wischen

Richtig Staub wischen

Kaum ist Staub gewischt, sehen Sie schon wieder überall Weiß? Kein Grund, rotzusehen!
Unser Ratgeber zeigt, wie Sie längerfristig Schluss mit dem Schmutz machen. Wir zeigen Ihnen, wie und womit Sie am besten gegen den lästigen Belag vorgehen.

Staub vermeiden statt wischen

Geht es um Staub in der Wohnung, ist von vielen ein Stoßseufzer zu hören. Denn der Kampf gegen den grau-weißen Belag scheint zum Scheitern verurteilt zu sein. Kaum haben wir ihn mühsam entfernt, setzt er sich schon wieder ab. Kein Wunder, denn das lästige Übel stammt aus vielen Quellen. Eine davon sind wir selbst: Wir verlieren täglich abgestorbene Hautschuppen und Haare, tragen beim Gehen über den Teppich Faserstückchen und beim Sitzen auf Sofa und Sessel Textilpartikel ab. Auch unsere Kleidung tut ihr Übriges. Dazu kommen Blütenstaub, Pollen, Ruß und Reifenabrieb von draußen, die sich drinnen mit Milben, Bakterien und Sporen vermischen. Aus allem bildet sich ein hartnäckiges Gemisch, das wir als Hausstaub wahrnehmen.

Staub vermeiden

Staub zu verhindern, ist also kaum möglich, aber er lässt sich reduzieren. Haben Sie Schmutz lieber auf dem Boden als auf den Möbeln, empfiehlt es sich zuerst staubzusaugen und danach abzustauben. Dann fällt zwar etwas auf den frisch gereinigten Boden, aber Sie wirbeln beim Staubsaugen nicht erneut Partikel auf, die auf Regalen und Sofa landen. Weniger Staub bildet sich auch mit folgenden Tipps:
  • Lüften Sie öfter oder setzen Sie einen Raumluftbefeuchter bzw. Grünpflanzen ein: Trockene Luft fördert die Staubausbreitung.
  • Reduzieren Sie den Textilanteil in Ihrer Wohnung: Teppiche, Vorleger, Decken, Vorhänge und Stoffbezüge ziehen den Staub an.
  • Wischen Sie Hartböden regelmäßig feucht, das bindet die feinen Partikel.
  • Lassen Sie Straßenschuhe und Jacken im Flur, um keinen Straßendreck herein zu tragen.
  • Waschen Sie Ihr Bettzeug möglichst oft.
  • Verwenden Sie einen Staubsauger mit gutem Filtersystem – mehr dazu erfahren Sie im Ratgeber richtig Staubsaugen.

Effizientes Staubwischen

Feucht oder trocken?

Die wichtigste Maßnahme gegen Staub ist und bleibt das regelmäßige Staubwischen. Wie oft Sie Staub wischen, kommt auf Ihren Haushalt an: Einmal pro Woche genügt in der Regel. Bei vielen Personen und Haustieren kann ein weiterer Griff zum Staubwedel und Staubtuch nicht schaden. Apropos: Feucht oder trocken ist hier die Frage, an der sich die Geister scheiden. Angefeuchtete Lappen sammeln den Staub zwar, aber sie verreiben ihn auch. Antistatische Staubwedel und Staubtücher ziehen ihn dagegen an. Im Vergleich zu normalen Baumwolltüchern sammeln sie die Partikel auf, ohne sie aufzuwirbeln: Das ist besonders für Hausstauballergiker wichtig, die das Schlafzimmer putzen. Auf empfindlichen Holzoberflächen sollten Sie jedoch nicht mit einem Mikrofasertuch staubwischen. Die Struktur kann feine Kratzer verursachen.
br/> Die größten Staubmagnete

Für Vertiefungen empfiehlt sich das Staubwischen mit dem Staubsauger: So bekommen Sie den Schmutz aus den Lüftungsschlitzen von Geräten, Ritzen und Tastaturen. Stellen Sie die Saugkraft dafür auf eine niedrige Stufe ein. Stereoanlage, Fernseher und Computermonitor sind übrigens die größten Schmutzmagnete, weil Sie den Staub elektrisch anziehen. Wischen Sie die Displays und Gehäuse mit einem Antistatik-Spray ab, das verringert diese Wirkung. Auf Möbeln hat Weichspüler eine staubabweisende Wirkung. Weichspüler? Ja, das klappt wirklich. Ein paar Tropfen auf den abgestaubten Oberflächen verteilt, sorgt dafür, dass Sie seltener Staub wischen müssen.

Staub entfernen in 6 Schritten

Beim Staubwischen entscheiden kleine Details über den Erfolg der Putzaktion. Gehen Sie am besten folgendermaßen vor:
  • Schütteln Sie Kissen und Decken aus dem Fenster aus.
  • Reinigen Sie danach zuerst die Fußböden – wie das am effektivsten geht, lesen Sie in unseren Tipps zum Parkett reinigen und Laminat reinigen.
  • Wischen Sie den Staub von den Schrankoberseiten, Gardinenstangen und Türrahmen. Staubbesen an Teleskopstielen helfen, unzugängliche Stellen zu erreichen.
  • Arbeiten Sie sich danach mit dem Wedel oder Staubtuch weiter von oben nach unten vor, wischen Sie dabei immer in eine Richtung.
  • Mit Fusselrollen entfernen Sie den Schmutz von rauen Stoffen.
  • Möbelpolitur oder Weichspüler pflegen und versiegeln zum Schluss glatte Oberflächen.

So befreien Sie die Staubfänger vom Schmutz

Die Haushaltshelfer für die Staubentfernung arbeiten nur richtig, wenn Sie sie selbst regelmäßig vom Schmutz befreien. Antistatische Tücher und Wedel sind in der Regel nicht zum Auswaschen geeignet, weil sie dann ihre Wirkung verlieren – sie sollten nur ausgeschüttelt werden. Nehmen Sie keinen Staub mehr auf, ist ein Wechsel fällig. Baumwoll- und Mikrofasertücher lassen sich in der Waschmaschine reinigen. Traditionelle Staubwedel aus Straußenfedern, Pferdehaar oder Lammwolle können Sie in milder Waschlauge per Hand reinigen.