Polster reinigen

Polster reinigen

Die Cola verschüttet? Setzen Sie unsere Tipps für die Polsterreinigung in die Tat um und entfernen Sie ein kleines Malheur mit ganz natürlichen Hausmitteln.
Nach einem langen Arbeitstag fallen Sie endlich in Ihr Sofa und freuen sich auf einen entspannten Feierabend vor dem Fernseher. Sie sitzen kaum, da sehen Sie die Colaflecken auf der Lehne, die der Nachwuchs hinterlassen hat. Kein Grund zum Ärgern.

So reinigen Sie Polstermöbel natürlich statt mit Chemie

Wo sie essen, rumlümmeln und sitzen, möchten viele möglichst keine Chemiekeulen schwingen. Und das ist auch gar nicht notwendig: Hausmittel reinigen Ihre Polster auf Möbeln und im Auto oft genauso gut. Wichtigste Regel, damit sie trotz intensiver Beanspruchung lange schön bleiben: Entfernen Sie losen Schmutz regelmäßig mit dem Staubsauger und vor jeder Feuchtreinigung und Fleckenentfernung. Was Sie dabei beachten sollten, lesen Sie in unserem Ratgeber Sofa reinigen. So verhindern Sie, dass sich beispielsweise fettige Krümel in Stoff oder Leder einarbeiten, antrocknen und dann nur noch mit größerem Aufwand zu entfernen sind.

Flecken lösen mit Dampf

Ist das Kind schon in den Brunnen gefallen, reinigen Sie die Sitzpolster und Lehnen am einfachsten mit Dampf. Ganz ohne Zusätze löst ein Dampfreiniger nur mithilfe von heißem Wasser und Druck bereits viele Verschmutzungen aus Stoffsofas – für Leder ist er nicht geeignet. Der Haushaltshelfer sollte aber nicht mit zu hohen Temperaturen arbeiten: Empfindliche Textilien können darunter leiden. Wenn Sie Ihre Polster mit Dampf reinigen, sollten Sie also immer die niedrigste Stufe wählen und das Ganze zunächst an einer versteckten Stelle wie der Polster- oder Lehnenrückseite testen. Überziehen Sie die Düse mit einem Stofftuch, halten Sie sie jeweils nur kurz auf eine Stelle – die Polster dürfen nicht durchnässen – und tupfen Sie Restfeuchtigkeit mit einem Lappen ab.

Alternative: Waschsauger

Eine effektive Alternative zum Dampfreiniger ist ein Waschsauger, wie er auch für die Teppichreinigung zum Einsatz kommt. Steht bei Ihnen ohnehin eine Bodensäuberung an, sollten Sie die Polster gleich mit bearbeiten. Erkundigen Sie sich beim Ausleihen des Saubermachers, ob er auch für Sofa, Sessel und Stühle geeignet ist.

Polster reinigen mit Soda, Natron, Seife, Rasierschaum & Co.

Besitzen Sie keinen Dampfreiniger oder lässt sich hartnäckiger Schmutz mit dem Gerät nicht entfernen, helfen selbstgemachte Putzmittel aus Zutaten, die in fast jedem Haushalt zu finden sind. Wichtig: Da jeder Stoff anders ist, testen Sie die Mittel immer erst an einer unauffälligen Stelle und rubbeln Sie nie zu stark! Mit Soda oder Natron lassen sich Ihre Polster sogar trocken reinigen: Streuen Sie das Pulver einfach auf, geben Sie ihm eine Nacht lang Zeit zum Einwirken und saugen Sie es ab. Alternativ können Sie es mit einem nebelfeuchten Schwamm vorsichtig verreiben und danach wie beschrieben vorgehen. Nützlicher Nebeneffekt für Haustierbesitzer: Natron beseitigt auch Gerüche.

Geheimtipp: Rasierschaum

Fettigen Schmutzstellen können Sie auch gut mit Rasierschaum zu Leibe rücken, der sich übrigens ebenso zum Teppich reinigen eignet und einfach in der Anwendung ist: Aufsprühen, etwas von außen nach innen verreiben, 10 Minuten einwirken lassen, in einer Richtung ausbürsten – fertig! In warmem Wasser aufgelöste Kernseife funktioniert ebenfalls gut als Reinigungsmittel für Leder- und Mikrofaserpolster. Am besten verwenden Sie destilliertes Wasser, damit keine Kalkränder zurückbleiben. Tupfen Sie mit klarem Wasser nach und entfernen Sie die Restfeuchte mit einem saugfähigen Tuch. Keinen Erfolg gehabt? Dann verschwinden manche Flecken auch mit Glasreiniger. Sprühen Sie das Mittel nicht direkt auf die Polster, sondern tragen Sie es mit einem Schwamm auf. Kunstleder- und echte Lederpolster können Sie mit Babyfeuchttüchern abwischen. Ein sehr effektiver Reiniger ist eine Paste aus Magnesiumcarbonat und Waschbenzin. Auf die Schmutzstelle aufgetragen, zieht das Hausmittel auch ältere, fettige Verunreinigungen aus dem Leder, während es trocknet. Anschließend können Sie es einfach wegbürsten.