Riesenrad auf dem Oktoberfest

Bayerisch-Lexikon

Unser Bayerisch-Lexikon hilft, sprachliche Hürden beim Oktoberfest zu überwinden.
Heißt es nun Brezn, Brezl oder Brezel? Und was hat der freundliche Tischnachbar bloß gerade zu Ihnen gesagt? Wenn Sie nicht aus Bayern kommen, kann es auf der Wiesn durchaus zu Verständigungsproblemen kommen. Wir haben für Sie in unserem Oktoberfest-Lexikon einige wichtige Begriffe und Phrasen zusammengestellt.

Wiesn-Wörterbuch

Wiesn Wörterbuch

Bayerisch-Deutsch, Deutsch-Bayerisch

Damit die Speisekarte auf dem Oktoberfest kein Buch mit sieben Siegeln für Sie ist und Sie den Weg zur Toilette finden, leisten wir praktische Hilfestellung. Mit unserem kleinen Sprachleitfaden vermeiden Sie Missverständnisse, schlemmen sich durch die bayerischen Spezialitäten und knüpfen leichter Kontakte.
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Oktoberfest-Lexikon von A bis Z

Sie möchten schnell einen bestimmten Begriff nachschlagen? Dann ist unser Bayerisch-ABC genau das Richtige! Hier finden Sie die wichtigsten Vokabeln rund um das Volksfest gesammelt auf einen Blick.
A

Anstich: Er findet am ersten Oktoberfest-Samstag pünktlich um 12 Uhr statt. Münchens Oberbürgermeister zapft im Schottenhamel-Zelt das erste Fass an und verkündet ein fröhliches „Ozapft is!“

Aufbrezeln: Bedeutet sich übermäßig schön zu machen. Die authentische Tracht verzichtet darauf.

B

Bier: Das flüssige Lebenselixier der Wiesn wird im Literkrug serviert. Achtung: Das Oktoberfestgebräu ist mit 5,8 bis 6,3 Prozent Alkoholgehalt stärker als normales Bier.

Bieseln: Geht ihr Sitznachbar zum Bieseln, sucht er die Toilette für das kleine Geschäft auf.

Blasmusik: Wird als traditionelle Volksmusik live in den Bierzelten gespielt.

C

Camping: Hotels sind zur Oktoberfestzeit ausgebucht und viele Gäste entscheiden sich für die Übernachtung in Zelt und Wohnwagen. Entsprechende Flächen werden von der Stadt außerhalb des Zentrums ausgewiesen.

Charivari: Massive Silberkette mit Anhängern, die an der Tracht getragen wird.

D

Diridari/Diredare: Die bayerische Bezeichnung für Kleingeld.

Dirndl: Bezeichnet sowohl die Tracht der Damen als auch ein Mädchen oder eine Frau.

E

Eikehrn: Nach dem Bummel durch die Schaustellergassen ist es Zeit zum Eikehrn, also Besuch des Bierzelts bzw. einer Gaststätte.

F

Familientag: Ist jeden Dienstag auf der Wiesn. Für Familien gelten bei Fahrgeschäften und Essen vergünstigte Preise.

Flirten: Auf bayerisch auch obandeln genannt, gehört es zu den festen Ritualen der Wiesn.

Flohzirkus: Eine traditionelle Attraktion der Wiesn-Schausteller. Dressierte Flöhe führen hier allerlei Kunststücke vor.

G

Gscheidhaferl: So bezeichnet der Bayer jene Menschen, die immer alles besser wissen.

H

Holz vor der Hütt’n: Haben Damen mit einer Oberweite, die das Dekolleté des Dirndls gut ausfüllt.

Hügel: Er befindet sich hinter den Bierzelten und wird von Verliebten aufgesucht, aber auch als Freiluft-Toilette und Schlafplatz von Betrunkenen. Einheimische meiden den „Hügel“.

I

Italiener-Wochenende: Am mittleren Wiesn-Wochenende sind besonders viele Gäste aus Italien zu Besuch.

J

Janker: Warme Trachtenjacke, die an kühlen Oktobertagen Lederhose und Dirndl ergänzt.

K

Käferzelt: Wer auf der Wiesn Promis wie die Spieler des FC Bayern München erspähen möchte, ist in Käfers Wiesn-Schänke richtig.

Krachlederne: Bayerisch für Lederhose.

L

Lebkuchenherz: Typisches Mitbringsel vom Oktoberfest, das es mit verschiedenen Sprüchen zu kaufen gibt.

M

Magentratzerl: Kleine Speisen wie eine Brezn und Radi, die als Appetithappen dienen.

N

Noagerl: Der kümmerliche, warm gewordene Rest im Bierkrug, der in der Regel verschmäht wird.

O

Oans, zwoa, gsuffa: Der Trinkspruch auf der Wiesn schlechthin.

Oide Wiesn: Das historische Oktoberfest wird seit 2010 wird im Süden der Theresienwiese aufgebaut und bietet gegen geringen Eintritt traditionelle Fahrbetriebe und Attraktionen sowie zwei Festzelte.

P

Prosit der Gemütlichkeit: Ein weiterer Trinkspruch, der von den Blaskapellen in den Bierzelten regelmäßig angestimmt wird.

R

Radi: Rettich, der als Salat und Garnitur fester Bestandteil der Brotzeit zum Bier ist.

Reservierung: Ohne geht abends in den meisten Bierzelten gar nichts oder nur mit sehr langen Wartezeiten auf einen freien Tisch.

S

Schießbude: Bei dem traditionellen Spaß stellen Besucher mit dem Gewehr ihre Treffsicherheit unter Beweis.

T

Theresienwiese: Hier findet seit 1810 das Oktoberfest statt, daher der Kurzname „Wiesn“.

Toboggan: Eines der ältesten Fahrgeschäfte, bei dem es auf einem Förderband nur mit viel Balancegefühl zu einer Riesenrutsche geht.

V

Vollrausch: Das süffige, starke Oktoberfestbier verleitet viele dazu, mehr zu trinken als sie vertragen.

W

Wadln: Damit die Lederhose gut zur Geltung kommt, sollten Männer stramme Waden haben. Ansonsten können Wadlwärmer beim Kaschieren helfen.

Weinzelt: Wer kein Bier mag, ist in diesem Festzelt richtig.

Z

Zapfenstreich: Er signalisiert das Ende des Bierausschanks um 22.30 Uhr. Geschlossen werden die Zelte spätestens um 23.30 Uhr.

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