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Trachtenoutfits zur Wiesn

O'zapft is! Willkommen auf dem Oktoberfest

Jahr für Jahr lockt das größte Volksfest der Welt, das Oktoberfest, mit Feierlaune, Trachtenspaß, Bier und herzhaften Speisen. Es feiern in München Millionen von Menschen aus aller Welt. Wenn auch Sie Teil dieser Gaudi sein wollen: Wir geben Tipps rund ums Oktoberfest, zeigen die Modetrends für den Wiesn-Besuch und servieren typisch bayerische Schmankerl-Rezepte.

Die Geschichte des Oktoberfests

I mog di - Lebkuchenherz

Zu Ehren des königlichen Brautpaars

Der Ursprung des Oktoberfests liegt mehr als 200 Jahre zurück: Im Oktober 1810 heiratete Kronprinz Ludwig von Bayern seine Braut, Prinzessin Therese. Zu Ehren des königlichen Paares wurde auf einer freien Fläche am Stadtrand ein Pferderennen veranstaltet. Das Spektakel war ein voller Erfolg und sollte in den kommenden Jahren am von da an als „Theresens Wiese“ benannten Ort beibehalten werden. Heute liegt die Theresienwiese oder einfach „Wiesn“ mitten im Münchner Stadtteil Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt.
Pärchen in Trachten-Outfit zur Wiesn

Vom Pferderennen zum Volksfest

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird das Oktoberfest bereits im September gefeiert, damit die Besucher das schönere Wetter genießen können. Das Pferderennen von damals entwickelte sich im Lauf der Zeit zu einem bunten Jahrmarkt mit Schaustellern und Gastronomie – bis es zu dem riesigen Volksfest wurde, das wir kennen. Seit 1950 wird das Oktoberfest jedes Jahr vom Münchner Oberbürgermeister durch den Anstich des ersten Bierfasses feierlich eröffnet, mit den bekannten Worten: „O’zapft is“.

Modetipps zum Oktoberfest: die Tracht

Die bayerische Tracht ist ein absolutes Must-have auf dem Oktoberfest. Eigentlich vor Jahrhunderten als funktionelle Kleidung für Bedienstete entworfen, drücken Dirndl, Lederhose & Co. heute die Verbundenheit der Bayern mit ihrer Heimat aus. Und für die Besucher aus dem Rest Deutschlands sowie aus aller Welt ist die zünftige Kleidung ein modischer Spaß.

So sieht ein typisches Wiesn-Outfit aus

Echte Bayern tragen ihre Tracht mit Selbstverständlichkeit. Doch für alle anderen ist das Oktoberfest ein aufregender Ausflug in die Welt der Wiesn-Mode. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich stilsicher über die Theresienwiese bewegen.
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So sieht ein typisches Wiesn-Outfit aus

Unser Dirndl-Ratgeber

Dirndl gibt es heute in unzähligen Designs, Materialien und Schnitten. Denken Sie beim Kauf auch an die „Wiesn-Tauglichkeit“: Ist das Modell lang genug? Ist das Material robust? Wir erklären, worauf es beim Dirndl-Kauf sonst noch ankommt.
So finden Sie das perfekte Dirndl

So finden Sie das perfekte Dirndl

Welches Material ist geeignet?
Da das Dirndl ursprünglich ein reines Arbeiterkleid war und dementsprechend robust sein musste, bestehen die traditionellen Dirndl auch heute noch aus Baumwolle oder Leinen. Mögen Sie es lieber extravagant, können Sie zwar auch zu einem Dirndl aus Satin oder mit Tüllelementen greifen, aber bedenken Sie: Im Festzelt kann beim Feiern und Schlemmen schnell mal etwas daneben gehen und aus Versehen auf Ihr Dirndl verschüttet werden.

Eine Frage der Farbe
Neben dem Material ist es insbesondere die Farbe des Dirndls, die dessen Look beeinflusst. Waren die Kleider früher meist in gedeckten Farben wie Dunkelgrün oder Blau gehalten, werden heute auch strahlende Farben wie Rot oder Pink gern getragen. Die Schürze sollte die Farben des Kleides aufnehmen oder stillvoll ergänzen. Traditionell war die Schürze übrigens einfarbig. Denn im 19. Jahrhundert wurde sie für gewöhnlich einfach aus Bettwäsche genäht.

Im Dirndl zur Traumfigur
Dirndl sind wohl auch deshalb so beliebt, weil sie ihren Trägerinnen stets eine gute Figur zaubern. Durch ihre spezielle Form pushen sie die Oberweite, sodass ein wunderschönes Dekolleté entsteht. Dazu machen sie eine Wespentaille und kaschieren Pölsterchen. Bei der Länge gilt: Während Dirndl früher immer mindestens knielang waren, sind heute auch kürzere Formen erlaubt.

Die perfekten Begleiter zum Dirndl

Wenn Sie ein Dirndl für sich gefunden haben, trennt Sie nicht mehr viel vom ganzen Outfit mit „Wiesn-Feeling“. Wir verraten Ihnen, was Ihren Look komplett macht.

Die Bluse
Die Dirndlbluse ist ein absolutes Muss. Sie bildet mit ihrem speziellen Ausschnitt einen bezaubernden Rahmen für das Dekolleté. Langärmlig, kurzärmlig, gerüscht, mit Volants – hier kommt keine Langeweile auf. Tipp: Falls Sie sich keine echte Dirndlbluse leisten wollen, können Sie eine Bluse aus Ihrem Kleiderschrank zweckentfremden. Viele Kleider gibt es auch komplett mit Bluse zu kaufen.

Das Jäckchen
Mit einem auf das Dirndl abgestimmten Jäckchen sehen Sie nicht nur modisch aus, Sie haben abends oder an kühleren Tagen im Frühherbst auch etwas Wärmendes zum Überziehen. Besonders gut zum Dirndl passen (Trachten-) Strickjäckchen, die mit schönen Verzierungen und in gedeckten Farben wie Dunkelgrün daherkommen. Der so genannte Janker ist eine traditionelle Ergänzung zum Dirndl und hält kuschelig warm. Alternativ kann auch ein Strick- oder Filzblazer getragen werden.

Der BH
Er pusht, stützt und zaubert eine tolle Oberweite: Für das perfekte Dekolleté ist ein gut sitzender BH unerlässlich. Zum Dirndl haben sich vor allem sogenannte „Balconette“-Modelle bewährt, da diese optimal zu tiefen Ausschnitten passen.
Accessoires zum Dirndl
Die perfekten Begleiter zum Dirndl

Stylingtipps mit den richtigen Dirndl Accessoires

Die Wahl für ein Dirndl ist getroffen, und nun geht es um das perfekte Styling - etwas Kitsch, etwas Klasse und jede Menge Tradition sind hierbei angesagt.

Natürlich steht in erster Linie das atemberaubende Dekolleté im Mittelpunkt des Outfits, doch auch an dieser Stelle kann mit Accessoires geglänzt werden: Es empfiehlt sich eine traditionelle Trachtenkette mit Edelweiß, eine klassische Perlen- oder Kordelkette oder für den extravaganten Look ein eng getragenes Kropfband.

Ein stilechtes Outfit-Attribut ist auch das Trachtentuch, keck um den Hals gebunden oder einfach locker über die Schultern getragen. Natürlich ist das Trachtentuch harmonisch auf die Dirndl-Farbe abgestimmt oder eben als farblicher Kontrast eingesetzt. Wichtig ist, dass es in Kombination immer noch edel und harmonisch aussieht.

Ein wirklich extravagantes Accessoire beim Dirndl-Outfit ist der Trachtenhut - häufig mit Federn und Applikationen geschmückt. Damit wird das fesche Madel zum echten Hingucker auf der Wiesn. Aber auch hier gilt, dass die Hutwahl auf den Look des Dirndls abgestimmt werden sollte. Gleiches gilt auch für die Handtasche. Traditionell wird hier die Umhängetasche aus Filz empfohlen, eine kleine farblich passende Ledertasche oder eine Trachtentasche mit Applikationen, die stilvoll Platz bietet für Geld, Handy & Lippenstift.

Das Outfit ist fast fertig, aber welche Schuhe passen nun zum Dirndl?

Fangen wir mal mit den absoluten Dirndl-No-Gos an: Sneaker, Stiefel und Boots. Es darf ja gerne etwas bequemer sein, aber beim Dirndl handelt es sich um ein festliches Outfit, das entsprechendes Schuhwerk verdient hat. Wer nicht nur sitzen möchte, greift daher zu bequemen Ballerinas in der Farbe des Dirndls, zu traditionellen Haferlschuhen oder rustikalen Wanderschuhen, letztere in Kombination mit groben Wollsocken. So richtig elegant wird das Outfit aber erst mit Pumps oder Sandaletten.
Ballerinas für die Wiesn oder welcher Schuh?

Der Dirndl Schleifen-Code

Ob kurz oder lang - Dirndl sind vielfältig und am Ende sollte jeder tragen, was gefällt. Doch aufgepasst, der Teufel steckt wie so oft im Detail. Wir verraten, warum es auch an der Schleife eines Dirndls liegen kann, wenn es mit dem Flirten auf dem Oktoberfest nicht so richtig klappt.

Schleife rechts gebunden
Bei einer rechts gebundenen Schleife ist für die Männerwelt Vorsicht geboten – sonst könnte man sich schon mal die eine oder andere „Watschn“ einfangen! Denn hiermit zeigt die Dame deutlich, dass sie liiert ist. Die Bayern nehmen dieses „Symbol des Vergebenseins“ sehr ernst und halten sich von Damen mit diesem Knoten „fein“ zurück. Sollten Sie sich als ledige Frau also wundern, dass Sie kein „Mannsbild“ auf der Wiesn anspricht, überprüfen Sie lieber noch mal den Sitz Ihrer Dirndl-Schleife!

Schleife links gebunden
Schleife links, Glück bringt’s! Ist Ihre Schürze auf der linken Seite gebunden, signalisieren Sie, dass Sie ledig sind. Dirndl-Trägerinnen, die sich also für einen links gebundenen Knoten entschieden haben, sollten sich über zahlreiche Annährungsversuche seitens der „strammen Wadeln“ nicht wundern, denn ein Knoten auf dieser Seite bedeutet vielmehr, dass Sie sich über neue Bekanntschaften freuen würden.

Die Schleife in der goldenen Mitte
Mit dieser Knotenvariante könnte man jetzt meinen, dass sich das „Madel“ noch nicht ganz sicher ist, in welchem Beziehungsstatus sie sich derzeitig befindet. Aber nein, leider weit gefehlt! Die Dirndl-Schleife in der Mitte signalisiert, dass es sich hier noch um eine Jungfrau handelt. Also Männer, „Pratzn“ weg!

Die Schleife ist am Rücken zusammengebunden
Trägt eine Frau die Schleife ihrer Schürze hinten gebunden, kann das zwei Bedeutungen haben: Entweder ist sie verwitwet oder es handelt sich um eine Kellnerin. Also Obacht: Sprechen Sie der Kellnerin nicht bei jeder Bestellung Ihr Beileid aus!
Dirndl Schleife

Perfekt ausgestattet für die Wiesn

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Unser Lederhosen-Ratgeber

Welche Längen gibt es bei Lederhosen? Worauf muss ich beim Einkauf achten? Und wie wird die Lederhose gewaschen? Überlebenswichtige Fragen, denen Sie sich vor Ihrem ersten Oktoberfest-Auftritt unbedingt stellen sollten. Lesen Sie daher unseren Ratgeber zu den Lederhosenentscheidungen, die über den Erfolg Ihres Wiesn-Besuchs entscheiden.

  • Zunächst einmal kommt es auf die richtige Länge an: von kurz & kniefrei für die Plattler, die mittlere Kniebundhose für die Herren und lang bzw. knöchellang für den zünftig-traditionellen Look. Wir empfehlen zudem, dass Sie sich vorher einmal selbstkritisch fragen: Wie oft bin ich in letzter Zeit mit dem Fahrrad geradelt? Denn die kurzen Hosen-Varianten erfordern einen gewissen Wadenumfang. Bleibt dafür keine Zeit mehr, helfen nur noch die dicken Trachtenstrümpfe.
  • Hier knüpft auch direkt Tipp Nr. 2 an: Die Lederhose muss einfach knackig sitzen. Da Leder ein Naturprodukt ist, weitet es sich mit der Zeit schnell aus. Daher lieber eine Nummer kleiner wählen und einfach mal zeigen, was man so hat.
  • Was das Material der Krachledernen angeht, so können Sie heutzutage zwischen Hirsch-, Ziegen- oder Wildbockleder wählen. Zum Wiesnkönig wird man aber nur mit der richtigen Patina. Denn bei den Lederhosen ist es wie mit Turnschuhen - sie sind nur cool, wenn sie gebraucht aussehen. Auf diesen Used-Look bestand schon Kaiser Franz Josef: Die Dienerschaft bekam den Auftrag, die kaiserlichen Krachledernen vorab zu tragen, damit die entsprechenden Gebrauchsspuren entstanden, so eine Anekdote.
Lederhosen-Ratgeber
Wiesn-Knigge

  • Jetzt fragen Sie sich bestimmt, wie die Lederhosen dann gereinigt werden? Gar nicht. An sich werden die Hosen nur gelüftet, und jeder Bier- und Fettfleck macht die Hose noch urtümlicher und individueller. Sollten mal Flecken entstehen, die unbedingt entfernt werden sollen, können diese mit Wasser und Kernseife behandelt werden. Aber bitte nicht in die Waschmaschine stecken!
  • Details als Blickfang: Ebenso wie beim Dirndl machen die Details erst den Look komplett. Und dazu gehören eben die obligatorischen Haferlschuhe mit verzierten Trachtensocken oder Stulpen, ein Trachtenhemd und eine Trachtenweste sowie die beliebten Hosenträger. Hier verhält es sich ähnlich wie mit den Waden: Selbstkritische Hinterfragung ist angesagt. Getreu nach dem Motto: Brust raus und zeigen, was man hat, aber nur, wenn es auch etwas zu zeigen gibt.
  • T-Shirt anstatt Trachtenhemd: Auch wenn es absolut nicht der Tradition entspricht, so kombinieren immer mehr Wiesn-Besucher ein T-Shirt zur Lederhose. Bei manchen populären Lederhosenvertretern ist es bereits ein Markenzeichen: So tragen z.B. die Band La Brassbanda oder Andreas Gabalier ganz lässig T-Shirt zur Tracht. Ob nun gut oder schlecht - das bleibt vermutlich eine Generationenfrage bzw. reine Geschmackssache.
  • Mit diesen Tipps sollten Sie erst einmal grobe Lederhosenpannen vermeiden. Nun können Sie traditionell & vor allem fesch Ihren ersten Wiesn-Auftritt wagen. Wir wünschen Ihnen "a Mordsgaudi".

Der kleine Wiesn-Knigge

Die gute Stimmung auf der Wiesn ist legendär und hat sich bereits in der Welt herumgesprochen. Hier wird geschunkelt, getrunken und gelacht. Damit es auch für Sie zur Gaudi wird, beachten Sie bei allem Spaß einige grundlegende Verhaltensregeln:
  • Nicht auf den Tischen tanzen: Die Stimmung ist ausgelassen und Sie möchten tanzen? Aber gern! Sogar das Tanzen auf den Bänken ist akzeptiert und verbreitet, nur die Tische sollten Sie bitte verschonen.
  • Kein eigenes Essen mitbringen: Zum gelungenen Wiesn-Besuch gehört auch zünftiges Essen. Schlemmen Sie im Zelt so viel Sie möchten – aber kein selbst mitgebrachtes Essen. Anders als in den Münchner Biergärten ist das auf dem Oktoberfest nicht üblich.
  • Rechtzeitig reservieren - vor allem, wenn Sie ein Wunschzelt haben: Reservieren Sie rechtzeitig Ihre Plätze! Wenn Sie es ohne Reservierung probieren möchten, kommen Sie schon tagsüber. Und bitte versuchen Sie nicht, die Ordner zu bestechen.
  • Das Auto zu Hause lassen: Ersparen Sie sich die langwierige Parkplatzsuche! Weichen Sie besser entspannt auf die öffentlichen Verkehrsmittel wie die U-Bahn aus, die Sie direkt zur Theresienwiese bringen. Vielleicht wollen Sie ja auch das ein oder andere Bier trinken.
  • Nicht im Zelt rauchen: Nehmen Sie Rücksicht und halten Sie das Rauchverbot in den Zelten ein, das seit 2010 in Kraft ist. Viele Wirte denken auch mit und bieten in ihren Zelten Lösungen wie Raucherbalkone an.
Knigge
Wiesn Wörterbuch

Unser Wiesn-ABC

Heißt es nun Brezn, Brezl oder Brezel? Und was hat der freundliche Tischnachbar bloß gerade zu Ihnen gesagt? Wenn Sie nicht aus Bayern kommen, kann es auf dem Oktoberfest durchaus zu Verständigungsproblemen kommen. Wir haben für Sie einige wichtige Begriffe und Phrasen zusammengestellt, mit denen Sie bei den „Einheimischen“ punkten können.
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Herzhafte Schmankerl auf dem Oktoberfest

Herzhaft, lecker und genau richtig, um sich an einem langen Tag auf der Wiesn zu stärken: Das sind die typischen Oktoberfest-Spezialitäten. Weißwurst, Brezn und Co. sind die perfekten Begleiter zur Maß Bier und verwöhnen Ihren Gaumen. Wir servieren Ihnen die klassischen Wiesn-Speisen sowie tolle Rezepte passend zum Oktoberfest.

Klassische Wiesn-Speisen

Obazda
Keine Brotzeit ohne Obazda! Ursprünglich erfunden, um Käsereste zu verwerten, ist diese Käsemischung heute ein Klassiker in jedem Biergarten und natürlich auf dem Oktoberfest. Für Obazda wird Weichkäse wie Camembert mit Butter zu einer streichzarten Masse zerdrückt und mit Zwiebeln, Schnittlauch oder Kümmel verfeinert. Obazda wird traditionell auf Roggenbrot oder Brezn gegessen.

Brezn
Heiß geliebt und gern gegessen: Die Brezn. Zum Bier gereicht ersetzt sie auch mal eine Hauptmahlzeit. Vor allem, wenn sie wie zur Wiesn im XL-Format lockt. Was eine echte Münchner Brezn insbesondere auszeichnet, ist übrigens ihre weiche Konsistenz, die an Weißbrot erinnert. Ideal zum Auftunken von Bratensauce!

Weißwurst
Traditionell werden Weißwürste mit süßem Senf und einer Brezn gegessen. Vor dem Essen wird die Wurst „gezuzelt“. So wird das „Heraussaugen“ der Wurst aus ihrer Haut bezeichnet. Das machen Sie ganz einfach mit Mund und Zähnen. Selbstverständlich können Sie die Wurst aber auch mit Messer und Gabel häuten.

Schweinshaxe
Sehr reichhaltig und sättigend ist die Schweinshaxe. Aus der hinteren Haxe geschnitten bietet sie dank einer gut gewürzten Speckschicht und mit einer köstlichen Biersauce ergänzt aromatische Geschmacks-Highlights. Dazu gibt es zum Beispiel Kartoffel- oder Semmelknödel oder einen Salat.
Obazda
Obazda

Zutaten:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 100 g weiche Butter
  • 120 g reifer Romadur oder Miesbacher (45 % Fett, ersatzweise ein anderer Rotschimmelkäse)
  • 200 g reifer Tortenbrie oder Camembert
  • ½ TL edelsüßes Paprikapulver
  • 2 Msp. rosenscharfes Paprikapulver
  • 1 TL Kümmelsamen
  • 2 EL Weißbier (nach Belieben)
  • 150 g Doppelrahm-Frischkäse
  • Salz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 1 Bund Schnittlauch
Für 4-6 Personen | ca. 25 Min. Zubereitungszeit | ca. 1 Std. Durchziehzeit | ca. 365 kcal
1. Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. 1 EL Butter in einer Pfanne schmelzen. Die Zwiebel darin unter Rühren in 5 Min. glasig und goldbraun anbraten. Vom Herd nehmen und auskühlen lassen.

2. Den Käse klein würfeln (siehe Tipps). Die übrige Butter in einer Schüssel mit den Quirlen des Handrührgeräts in 2 Min. cremig aufschlagen. Den klein geschnittenen Käse, Paprikapulver, Kümmelsamen und eventuell das Weißbier unterrühren, ganz zum Schluss auch noch den Frischkäse. Mit Salz und Pfeffer würzen. Vorsicht beim Salzen, denn die beiden Käsesorten sind schon sehr würzig.

3. Zwiebel unter den angemachten Käse rühren, abschmecken und mind. 1 Std ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren Schnittlauch abbrausen, trocken schütteln und in feine Röllchen schneiden. Obazdn in einer Schüssel oder auf einem Brett anrichten, mit Schnittlauch bestreuen – und schmecken lassen.

Tipps: Der Käse für den Obazda lässt sich zimmerwarm am allerbesten verarbeiten, also unbedingt rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen. Rassige Käsesorten wie Romadur oder Miesbacher schneidet man am besten mit Einweghandschuhen und auf dem Einwickelpapier – so nehmen weder die Hände noch das Schneidebrett unangenehme Gerüche an.

© 2016 Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München
Brotzeitstangerl
Brotzeitstangerl

Zutaten:

  • 250 g Roggenmehl (Type 997)
  • 250 g Weizenmehl (Type 405)
  • ½ TL Fenchelsamen
  • ½ TL Korianderkörner
  • 1 ½ TL Salz
  • 1 Würfel Hefe (42 g)
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Kümmelsamen
  • 1 gestr. TL grobes Meersalz (je nach Größe der Salzkörner ein wenig im Mörser zerkleinern)
  • Mehl zum Arbeiten
  • Backpapier
Für 12 Stück | ca. 30 Min. Zubereitungszeit | ca. 2 Std. Ruhzeit | ca. 40 Min. im Ofen | ca. 145 kcal pro Stück
1. Mehl in die Schüssel der Küchenmaschine geben (ersatzweise mit Rührschüssel und Handrührgerät arbeiten). Fenchelsamen und Korianderkörner im Mörser fein zerreiben und mit dem Salz unter das Mehl mischen. Die Hefe in eine Tasse bröseln, 5 EL lauwarmes Wasser, 1 EL Mehl (von dem Mehl in der Schüssel abnehmen) und den Zucker dazugeben, verrühren. Mit 300 ml lauwarmem Wasser in die Schüssel geben, alles mit dem Knethaken verkneten – bei geringer Geschwindigkeit starten, bis sich die Zutaten gründlich verbunden haben, dann bei hoher Geschwindigkeit 5 Min. kneten. Wenig Mehl in die Schüssel geben, sodass sich der Teig vom Rand löst, und noch 1–2 Min. weiterschlagen lassen.

2. Teig aus der Schüssel auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, mit der Hand noch 2–3 Min. durchkneten und zur Kugel formen. Schüsselboden mit Mehl einstäuben, Teigkugel einlegen, mit einem Küchentuch abdecken und 40 Min. an einem warmen Ort gehen lassen. Den Teig in der Schüssel nochmals zusammenklopfen und noch 1 Std. gehen lassen.

3. Dann zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben, zu einer dicken Rolle formen, in 12 gleich große Stücke (ca. 70 g) teilen. Die Teigstücke zu 16–17 cm langen Stangen formen und mit Abstand nebeneinander auf die Bleche legen. Die Oberseiten mit einem Messer jeweils dreimal schräg einschneiden und die Stangerl abgedeckt weitere 20 Min. gehen lassen. Den Backofen auf 210° (Umluft 190°) vorheizen.

4. Die Stangerl dünn mit kaltem Wasser bepinseln, mit Kümmel und Meersalz bestreuen. Beide Bleche in den Ofen schieben – eines oben, eines unten – und die Brotzeitstangerl in ca. 40 Min. goldbraun und knusprig backen. Verwendet man im Ofen Ober- und Unterhitze, müssen die Bleche nach ca. 25 Min. getauscht werden, das obere kommt nach unten und umgekehrt. So werden die Stangerl gleichmäßig gebacken. Bei Umluft zirkuliert die Hitze im Ofen – daher braucht man die Bleche nicht zu verschieben.

5. Fertige Brotzeitstangerl aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, dann möglichst bald knusprig-frisch genießen.

© 2016 Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München
Schweinshaxn
Schweinshaxn

Zutaten:

  • 1 große Knoblauchzehe
  • 1 TL Kümmelsamen
  • Salz
  • 2 hintere Schweinehaxen (je ca. 1,4 kg)
  • 300 g Zwiebeln
  • 1 Stück Knollensellerie (ca. 130 g)
  • 1 Möhre
  • 400 ml Bratenfond (aus dem Glas)
  • 1 TL Speisestärke
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Alufolie
Für 4 Personen | ca. 30 Min. Zubereitungszeit | ca. 3 Std. 50 Min. im Ofen | ca. 880 kcal pro Portion
1. Backofen auf 160° vorheizen. Knoblauch schälen, fein schneiden, mit ½ TL Kümmel und 1 TL Salz bestreuen und sehr fein hacken. Die Schweinehaxen nur auf den Fleischseiten und unter den Schwarten mit dem Gewürzsalz einreiben. Die Schwarte mit Salz bestreuen und dieses kräftig einmassieren.

2. Zwiebeln, Sellerie und Möhre schälen und 1 cm groß würfeln. Das Gemüse in einer tiefen Bratreine (ca. 25 x 35 cm) verteilen, die Schweinehaxen darauflegen. Reine in den Ofen (Mitte, Umluft 140°) schieben und die Haxen 1 Std. 15 Min. garen. Haxen wenden und noch 15 Min. weiterbraten. Fond aufgießen und die Schweinehaxen in 1 Std. 30 Min.–2 Std. weich braten (siehe Tipps), dabei alle 30 Min. wenden.

3. Die Reine aus dem Ofen nehmen, die Knochen der Schweinehaxen mit Alufolie einwickeln. ½ TL Salz mit 1 guten Schuss Wasser verrühren und die Schwarten mit etwas Salzwasser einpinseln.

4. Den Backofen auf 250° (Umluft 230°) aufheizen. Schweinehaxen auf den Rost legen, wieder in den Ofen (Mitte) schieben, ein Backblech mit Wasser als Tropfschutz darunterschieben. Haxen in ca. 20 Min. knusprig braten, dabei immer wieder mit dem Salzwasser bepinseln und wenden. Sie sollten ringsherum schön gebräunt sein und eine Kruste haben.

5. Inzwischen Fett großzügig von Gemüse und Bratenfond abschöpfen (siehe Tipps). Reine auf den Herd stellen, Fond aufkochen. Stärke mit 1–2 EL kaltem Wasser glatt verrühren und unter den Fond rühren, in 3 Min. zu einer sämigen Sauce einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und übrigem Kümmel abschmecken.

6. Knusprige Schweinshaxn aus dem Ofen nehmen, jeweils mit einem scharfen Messer am Knochen entlang halbieren und mit der Sauce auf vorgewärmten Tellern anrichten.

Tipps: Die Garzeit der Schweinehaxen kann variieren, deshalb nach ca. 3 Std. unbedingt mal mit der Fleischgabel ins Fleisch stechen und prüfen, ob es schon schön weich ist. Abgenommenes Fett mit Salz und Pfeffer würzen, auskühlen lassen und als Brotzeitschmalz genießen.

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Semmelknödel
Semmelknödel

Zutaten:

  • 150 ml Milch
  • 300 g fertig geschnittenes Knödelbrot (gibt’s beim Bäcker oder im Supermarkt, ersatzweise altbackene Semmeln in Scheiben schneiden)
  • 1 große Zwiebel
  • 4–6 Stängel glatte Petersilie
  • 2 EL Butter
  • 4 Eier (M)
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • ½ Bund Schnittlauch
Für ca. 8 Knödel | ca. 35 Min. Zubereitungszeit | ca. 25 Min. im Topf | ca. 325 kcal
1. Milch lauwarm erhitzen. Knödelbrot in einer Schüssel mit der Milch übergießen, 5 Min. ziehen lassen. Zwiebel schälen und fein würfeln. Petersilie abbrausen, trocken schütteln und grob hacken. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, darin die Zwiebel in 3 Min. glasig dünsten, dann Petersilie unterrühren.

2. Eier verquirlen und mit der Zwiebelmischung zum Knödelbrot geben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen, kräftig durchmischen, 10 Min. ziehen lassen. Dann die Masse achteln und jede Portion mit angefeuchteten Händen zu Knödeln formen.

3. In einem großen Topf reichlich Wasser aufkochen, salzen. Knödel ins Wasser geben und ca. 5 Min. kochen lassen, dann Deckel auflegen und die Knödel bei geringer Hitze ca. 20 Min. nur noch sanft ziehen lassen. Schnittlauch abbrausen, trocken schütteln und in Röllchen schneiden. Die Knödel mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben, in einer Schüssel oder auf Tellern anrichten und mit dem Schnittlauch bestreuen.

Tipp: Je nach Knödelbrot muss man mit der Milch »jonglieren«. Ist es sehr trocken, braucht man eventuell noch 50 ml Milch mehr. Ist die Masse zu feucht, einfach 1–2 EL Semmelbrösel einrühren.

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Bayrisch Kraut
Bayrisch Kraut

Zutaten:

  • 1 Kopf Spitzkraut oder junges Weißkraut (ca. 1,2 kg)
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 1 EL brauner Zucker
  • Salz
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • ½ Bund glatte Petersilie
  • 2 TL Speisestärke
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • 2 Prisen gemahlener Kümmel oder Kümmelsamen
  • 1 TL Weißweinessig
Für 4 Personen | ca. 20 Min. Zubereitungszeit | ca. 20 Min. im Topf | ca. 105 kcal pro Portion
1. Das Spitz- oder Weißkraut putzen, den Kopf längs halbieren und den Strunk herausschneiden. Das Kraut in ca. 2 cm große Rauten schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.

2. Den Zucker in einem großen weiten Topf bei mittlerer Hitze schmelzen und in ca. 3 Min. hellbraun karamellisieren. Darin die Zwiebel kurz andünsten. Das Kraut dazugeben und unter Rühren 1 Min. mitdünsten, salzen. Mit Wein ablöschen, 1 Min. einkochen lassen. Brühe dazugießen, aufkochen und das Kraut abgedeckt bei geringer Hitze in ca. 20 Min. weich schmoren.

3. Die Petersilie abbrausen und trocken schütteln, die Blättchen abzupfen und grob hacken. Die Stärke mit 2–3 EL kaltem Wasser verrühren, zum Kraut geben und in ca. 3 Min. sämig einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Weinessig abschmecken. Mit Petersilie verfeinern und servieren.

Tipp: Aufgewärmt schmeckt das Kraut noch besser. Also ruhig schon am Vortag zubereiten – allerdings ohne die Petersilie, die erst ganz zum Schluss dazugeben.

© 2016 Gräfe und Unzer Verlag GmbH, München

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