Was ist eine Aktivmatrix?
Eine Matrix bezeichnet die Anordnung von Bildpunkten in Zeilen und Spalten, sodass jeder Bildpunkt durch die Angabe von Spalten- bzw. Zeilennummer eindeutig identifiziert werden kann. Dies ist Voraussetzung fĂŒr die Ansteuerung mit einer elektrischen Spannung, die wiederum physisch den Helligkeits- und Farbwert bewirkt, der diesem Bildpunkt von der Bildinformation zugewiesen wird.
Wie unterscheiden sich Aktiv- und Passivmatrix?
Sogenannte Passiv- bzw. Aktivmatrizen unterscheiden sich in der Art und Weise, wie die elektrische Ansteuerung der Bildpunkte gehandhabt wird. Der Wunsch nach immer besserer BildqualitĂ€t fĂŒhrt zu Displays mit mehr und immer kleineren Bildpunkten. Dies kann sich entweder in der GröĂe des Displays, in einer verbesserten Auflösung oder in einer Kombination aus beidem Ă€uĂern. Bei einer Passivmatrix liegt eine Steuerspannung an, die sich auf die Gesamtzahl der Bildpunkte verteilt. Mit steigender Anzahl von Zeilen und Spalten verringert sich somit die Spannung, die fĂŒr einen einzelnen Bildpunkt zur VerfĂŒgung steht. Es gibt jedoch eine Mindestspannung, die zur Ausrichtung der FlĂŒssigkristalle in jedem Bildpunkt erforderlich ist. Somit ergibt sich eine physikalische Grenze fĂŒr die GröĂe von Passivmatrix-Displays.
Wie ist die Funktionsweise der Aktivmatrix?
Bei einer Aktivmatrix sorgt eine Schaltung an jedem Bildpunkt fĂŒr eine konstante Spannung. Erreicht wird dies zumeist mit DĂŒnnschichttransistoren, die auf das Glas des Displays aufgedampft werden (Thin Film Transistor, TFT). Diese Displays bieten zudem den Vorteil, dass die Umschaltung bei einem Bildwechsel ohne Verzögerung erfolgt, gleichgĂŒltig, wie viele Bildpunkte das Display hat. In Handys, die flĂŒssige Animationen auf dem Touchscreen zeigen sollen, ist eine solche Umschaltung ca. 25-mal pro Sekunde erforderlich. Die Videofunktion moderner Handys erfordert eine Ă€hnliche Bildfrequenz.