Welche Matratze eignet sich für Kinder? So wählen Sie die passende Matratze für Ihr Kind

Von der ersten Nacht im Gitterbett bis zur Teenagerzeit: Die richtige Matratze ist für gesunden Kinderschlaf entscheidend. Aber welche Matratze ist für Kinder wirklich die beste? Wir erklären, worauf Sie achten sollten – inklusive Tipps gegen nächtliches Schwitzen, zur richtigen Höhe und Matratzenhärte.

Welche Matratze für Kinder? Grundregeln für den Kauf

Ob fürs Babybett oder Jugendzimmer: Eine Kindermatratze sollte mehr leisten als nur weich sein. Sie soll stützen, sicher sein und lange durchhalten. Diese Punkte helfen bei der Auswahl:

  • Passform: Die Matratze muss bündig im Bett liegen, damit keine Spalten entstehen. Sie sollte so eng passen, dass zwischen Matratze und Bettgestell höchstens ein ganz schmaler Spalt von wenigen Millimetern bleibt.

  • Schadstoffarmut: Achten Sie auf OEKOTEX® Standard 100 (idealerweise Produktklasse 1) sowie vertrauenswürdige Prüfsiegel (z. B. GS oder TÜV).

  • Ergonomie: Die Matratze sollte im Liegen stabil bleiben und keine dauerhafte Mulde bilden – so wird die Wirbelsäule Ihres Kindes in Rücken- und Seitenlage optimal gestützt.

  • Hygiene: Ein abnehmbarer, teil- oder umlaufend teilbarer Bezug, der bei 60 °C waschbar ist, erleichtert die Reinigung.

  • Extra-Sicherheit: Matratzen mit verstärkten Rändern (Trittkante) können beim Aufstehen stabilisieren – sind aber kein Muss, wenn die Matratze insgesamt fest ist.

Tipp: Babymatratzen sollten die europäische Norm DIN EN 16890 erfüllen. Sie schreibt u. a. den sogenannten Kugeltest vor: Er verhindert, dass Matratzen zu weich sind und dadurch Erstickungsgefahr droht, weil Babys mit Mund und Nase einsinken und im Schlaf keine Luft mehr bekommen könnten. Außerdem prüft die Norm, ob Reißverschlüsse kindersicher konstruiert sind (z. B. ohne Zuglasche, damit Kinder sie nicht öffnen oder Kleinteile verschlucken können).

Für größere Kinder sind zusätzlich die allgemeinen Gebrauchstests nach DIN EN 1957 interessant, auch wenn diese Norm ursprünglich nicht speziell für Kindermatratzen entwickelt wurde. Sie prüfen vor allem Haltbarkeit und Komfort, nicht aber spezielle Sicherheitsaspekte.

Der richtige Härtegrad: Was passt zu welchem Alter?

Welche Matratze ist für 3-jährige Kinder die richtige? Und welche Matratze brauchen Kinder ab zehn Jahren? Egal, wie alt Ihr kleiner Liebling ist: Entscheidend für die Auswahl ist immer der Härtegrad der Kindermatratze. Und der sollte zur Körpergröße und zum Gewicht passen. Ein zierliches 10-jähriges Kind braucht ggf. einen niedrigeren Härtegrad als ein kräftiges Kind von 6 Jahren.

Also, was für eine Matratze passt zu Ihrem Kind? Eine verbindliche Normierung gibt es nicht, aber die folgenden Empfehlungen haben sich etabliert:

  • Matratze für Kleinkinder (1–3 Jahre): eher fest, so dass das Kind höchstens 2–3 cm einsinkt

  • Matratze für Kinder ab 6 Jahre: mittelfest, punktelastisch (die Matratze gibt nur dort nach, wo Druck ausgeübt wird, und stützt die restliche Fläche stabil); Einsinktiefe ca. 3–4 cm

  • Matratze für Kinder ab 10 Jahre: tendenziell fester, um mehr Gewicht stabil zu stützen

  • Matratze für Kinder ab 12 Jahre: Auswahl ähnlich wie bei Erwachsenen (oft Härtegrad H2/H3 je nach Hersteller)

Wichtig zu wissen: Der Härtegrad ist nicht genormt. Jeder Hersteller legt ihn etwas anders aus. Lassen Sie sich also beraten und testen Sie bei Bedarf vor Ort.

Tipp: Wie sich der Härtegrad der Matratze bemerkbar macht, hängt auch vom Lattenrost ab. Ist dieser zu weich oder zu hart eingestellt, verändert sich die Einsinktiefe der Matratze und damit die Stützung der Wirbelsäule.

Prüfen Sie deshalb beim Probeliegen im Geschäft oder nach dem Aufstellen des neuen Bettes zu Hause, ob die Wirbelsäule Ihres Kindes in Seitenlage gerade verläuft. Ist dies nicht der Fall, können Sie bei verstellbaren Lattenrosten oft selbst an der Härte- oder Mittelzonenleiste nachjustieren.

So stellen Sie den Lattenrost richtig ein:

  1. Suchen Sie die kleinen Schieber an der Härte- oder Mittelzonenleiste Ihres Lattenrostes.

  2. Schieben Sie die Leisten enger zusammen, um den Bereich fester zu machen und mehr Stützung zu erreichen.

  3. Schieben Sie die Leisten weiter auseinander, wenn Ihr Kind etwas weicher liegen soll.

  4. Prüfen Sie anschließend erneut in Seitenlage, ob die Wirbelsäule gerade verläuft.

Hilft das nicht, ist eine andere Matratze mit passenderem Härtegrad die bessere Lösung.

Gut zu wissen: Bei Matratzen von Tchibo profitieren Sie von 30 bis 100 Nächten Probeschlafen.

Hilfe, mein Kind schwitzt: Welche Matratze sorgt für Abkühlung?

Viele Eltern fragen sich: Was tun, wenn mein Kind nachts schwitzt? Die richtige Matratze kann viel bewirken. Wichtig ist hier die Materialwahl:

  • Kaltschaummatratzen für Kleinkinder sind offenporig, leicht und gut belüftet.

  • Luftkanäle im Matratzenkern fördern die Zirkulation und reduzieren Wärmestau.

  • Naturlatex oder Kokosfasern sind besonders atmungsaktiv

  • Bevorzugen Sie atmungsaktive Bezüge aus Baumwolle oder Tencel™

  • Temperaturausgleichende Materialien wie Lyocell oder Outlast® unterstützen ein trockenes Schlafklima zusätzlich.

  • Lüften, geeignete Zimmertemperatur und ein Lattenrost mit Luftzirkulation unterstützen ein trockenes Bettklima.

Extra-Tipp: Ein atmungsaktiver Matratzenschoner schützt vor Nässe, ohne das Kind zu überhitzen. Bei Tchibo finden Sie eine große Auswahl Matratzenschoner und -auflagen – schauen Sie doch direkt mal vorbei!

Sicher, sauber, langlebig: Pflege & Haltbarkeit

Was bei einer Matratze für Kinder zählt, ist nicht nur der erste Eindruck. Auch Langlebigkeit und Hygiene spielen eine Rolle:

  • Bezüge regelmäßig bei 60 °C waschen, Kern laut Hersteller lüften/wenden

  • Austausch nach etwa 5–7 Jahren, bei Kuhlen, Gerüchen oder Beschwerden ggf. auch früher

Tipp: Viele weitere Tipps und Infos rund um die effektive Reinigung Ihrer Matratze lesen Sie in unserem Ratgeber.

Nachhaltigkeit & Materialien: Worauf Sie achten können

Sie legen Wert auf natürliche Materialien? Dann achten Sie bei der Matratzenwahl auf:

  • Zertifizierte Naturmaterialien (z. B. Bio-Baumwolle, Schurwolle, Naturlatex)

  • FSC-zertifizierte Holzanteile (z. B. bei Kokos-Kernen)

  • Herstellungsorte mit kurzen Lieferwegen (Made in Europe)

  • Recyclingfähige Matratzenkerne oder austauschbare Schichten

Ein guter Anfang: Viele Tchibo Produkte tragen das TCM Siegel. Es steht für überprüfte Qualität und kontrollierte Herstellung. Zusätzlich sind internationale Zertifikate wie GOTS (für Bio-Textilien) oder QUL (für Naturlatex) wichtige Orientierung für Eltern, die besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legen.

Wie hoch sollte eine Matratze für Babys, (größere) Kinder und Teenager sein?

Die richtige Höhe beeinflusst Komfort und Sicherheit. Grundregeln:

  • Für Babys und Kleinkinder: 8–12 cm hoch, damit die Matratze stabil bleibt und das Kind nicht zu tief einsinkt

  • Für Kinder ab 6 Jahren: 12–15 cm, passend zum Körpergewicht

  • Für Jugendliche ab 10 Jahren und Teenager: 15–18 cm, vergleichbar mit Erwachsenenmatratzen

Extratipp: Achten Sie darauf, dass die Matratzenhöhe zum Bettgestell passt. Bei Gitterbetten sollte das Schutzgitter nach dem Einlegen der Matratze noch mindestens 20 cm höher sein als die Matratzenoberkante. Nur so bleibt der Rausfallschutz zuverlässig bestehen. Bei Betten ohne Gitter (z. B. Junior- oder Jugendbetten) gilt: Die Liegefläche sollte nicht höher als etwa 40–45 cm über dem Boden liegen. So bleibt das Ein- und Aussteigen sicher und die Sturzhöhe gering.

Fazit: Gut schlafen, von klein auf

Welche Matratze für Ihre Kinder die beste ist, hängt vom Alter, dem Schlafverhalten und den individuellen Bedürfnissen der Kleinen ab. Achten Sie auf passende Höhe und Härte, atmungsaktive Materialien, geprüfte Sicherheit und einfache Pflege – dann steht süßen Träumen nichts mehr im Weg. Tipp zum Schluss: Lassen Sie Ihr Kind bei der Auswahl mitentscheiden – gerade ältere Kinder spüren oft selbst, was bequem ist.

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